Management von Forschungsdaten – komplexe Anforderungen an Forschende und Anbieter von Serviceleistungen

von Birte Lindstädt

Jedes Jahr im Oktober findet die International Open Access Week statt. Weltweit organisieren Bibliotheken und andere Wissenschaftseinrichtungen Aktionen, um auf das Thema Open Access aufmerksam zu machen. Auch ZB MED beteiligt sich an der Open Access Week. Wir informieren in der kommenden Woche über Open Access und Open Science, also die Öffnung des gesamten Forschungsprozesses. Zudem stellen wir unsere Dienstleistungen kurz vor.

Wissenschaftliche Erkenntnisse werden in Textform präsentiert – in der Regel basieren sie jedoch auf Daten, die im Forschungsprozess entstehen. Die ZB MED-Angebote zu Forschungsdaten orientieren sich an den sogenannten FAIR-Prinzipien, einem Set von Leitlinien, um Forschungsdaten auffindbar (findable), zugänglich (accessible), interoperabel (interoperable) und nachnutzbar (reusable) zu machen. Die Prinzipien bieten einen Rahmen für das Management wissenschaftlicher Forschungsdaten für alle, die am Forschungsprozess beteiligt sind.

Forschungsdatenmanagement betrifft den gesamten Lebenszyklus der Daten. Es erfordert daher ganzheitliche Lösungen, die im Konsens zwischen den Beteiligten gefunden werden müssen. Bibliotheken können in diesem Prozess eine treibende und vermittelnde Kraft sein. Aus dieser Einsicht heraus entwickelt ZB MED unterstützende Services für Forschende und Multiplikatoren entlang des Lebenszyklus von Forschungsdaten. Dies beginnt bei der Erstellung eines Datenmanagementplans zur dynamischen Fortschreibung im Projektverlauf. Dazu erprobt ZB MED aktuell die Anwendung des Research Data Management Organiser (RDMO) in einem agrarwissenschaftlichen Forschungsprojekt und stellt eine Instanz – den RDMO4Life – zur Nutzung durch andere lebenswissenschaftliche Forschungseinrichtungen zur Verfügung.

Die Services von PUBLISSO entlang des Lebenszyklus von Forschungsdaten.

Im Hinblick auf die Dokumentation von Daten spielt in den Lebenswissenschaften das Elektronische Laborbuch oder Electronic Lab Notebook (ELN), eine wichtige Rolle. Um den Beratungsbedarf zu diesem Thema zu begegnen, hat ZB MED einen Leitfaden  erstellt.

Zentral für die Dokumentation ist darüber hinaus die Einhaltung von Standards, insbesondere Metadatenstandards. Im Rahmen von Projektanträgen in einzelnen lebenswissenschaftlichen Fachcommunities werden deshalb Kurationskriterien und Qualitätsstandards von Forschungsdaten gemeinsam mit Forschungseinrichtungen erprobt.

Bei der Publikation bietet ZB MED zum einen eine Publikationsberatung an. Zum anderen wird das Fachrepositorium Lebenswissenschaften (FRL) aufgebaut, um gegebenenfalls Lücken in der Versorgung lebenswissenschaftlicher Forschungseinrichtungen mit Forschungsdatenrepositorien zu schließen. Zum Publikationsservice gehört auch die Vergabe von persistenten Identifikatoren, sogenannten Digital Object Identifiern (DOI). ZB MED ist DOI-Vergabestelle und Data Cite-Mitglied. Das ZB MED-Suchportal LIVIVO enthält Nachweise zu Forschungsdaten.

Die Digitale Langzeitarchivierung (dLZA) als eine der letzten Phasen im Datenlebenszyklus wird im Rahmen eines Pilotprojekts mit einem außeruniversitären Forschungsinstitut erprobt, so dass das dauerhafte Lesbarhalten von Forschungsdaten und darauf basierend die dLZA bei ZB MED ausgebaut werden kann.
Begleitet werden diese Services durch ein umfangreiches Beratungsangebot: Workshops zu unterschiedlichen Themen, Vorträge auf lebenswissenschaftlichen und bibliothekarischen Fachkonferenzen, Webinare und Tutorials.

Alle Angebote von ZB MED rund um das Forschungsdatenmanagement finden Sie auf dem Open-Access-Publikationsportal PUBLISSO.

Kontakt: publisso@zbmed.de


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Webinare als Informationsquelle zu Open Access und Open Science

von Jasmin Schmitz

Jedes Jahr im Oktober findet die International Open Access Week statt. Weltweit organisieren Bibliotheken und andere Wissenschaftseinrichtungen Aktionen, um auf das Thema Open Access aufmerksam zu machen. Auch ZB MED beteiligt sich an der Open Access Week. Wir informieren in der kommenden Woche über Open Access und Open Science. Zudem stellen wir unsere Dienstleistungen kurz vor.

PUBLISSO, das ZB MED-Publikationsportal für die Lebenswissenschaften, bietet umfangreiche Beratungsleistungen rund um Open Access und Open Science an, auf die wir in unserem gestrigen Beitrag bereits eingegangen sind.

Ein besonderes Augenmerk richten wir heute auf das Format Webinar. Bei Bedarf bieten wir selbst solche Web-Seminare zu speziellen Themen rund um Open Access und Open Science an. Wir bauen dieses Angebot weiter aus. Anregungen dafür können Sie uns gerne schicken!

Eine besondere Form der Beratung: das Webinar.

Auf der PUBLISSO-Website finden Sie aber auch eine umfangreiche Übersicht mit frei im Web zugänglichen Webinaren. Bei der Auswahl haben wir feste Kriterien berücksichtigt, wie Qualität und Aktualität. Thematisch deckt die Liste die unterschiedlichsten Facetten von Open Access und Open Science ab. Die Übersicht wird regelmäßig aktualisiert; Ergänzungsvorschläge nehmen wir gerne entgegen.

Kontakt: publikationsberatung@zbmed.de


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Was Sie schon immer über Open Science wissen wollten …

von Jasmin Schmitz

… erfahren Sie bei der PUBLISSO-Publikationsberatung!

Jedes Jahr im Oktober findet die International Open Access Week statt. Weltweit organisieren Bibliotheken und andere Wissenschaftseinrichtungen Aktionen, um auf das Thema Open Access aufmerksam zu machen. Auch ZB MED beteiligt sich an der Open Access Week. Wir informieren in der kommenden Woche über Open Access und Open Science, also die Öffnung des gesamten Forschungsprozesses. Zudem stellen wir unsere Dienstleistungen kurz vor.

Die Expertinnen aus dem PUBLISSO-Team informieren zu allen Themen rund um Open Science. Die Beratung ist neutral, stellt den Bedarf der Forschenden in den Mittelpunkt und berücksichtigt die Bedingungen und Anforderungen im wissenschaftlichen Publikationswesen. Mit dieser Dienstleistung unterstützt PUBLISSO lebenswissenschaftlich Forschenden. Aber das Angebot richtet sich ebenso an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in wissenschaftlichen Bibliotheken, an Graduiertenschulen und an lebenswissenschaftlichen Fachbereichen von Hochschulen – Personen, die ihrerseits Beratungsleistungen für Forschende anbieten.

Die PUBLISSO-Beratung umfasst ein breites Themenspektrum: Es
reicht von allgemeinen Informationen zu Open Access über das wissenschaftliche Publizieren bis hin zu Forschungsdaten. Derzeit wird das Angebot ausgebaut, so dass in Zukunft auch die Beratung zur digitalen Langzeitarchivierung zum Angebot zählt.

Das Poster zeigt das breite Themenspektrum des Beratungsangebots von PUBLISSO.

Für die Beratung halten wir eine Vielfalt an Formaten bereit, um verschiedenen Informationsbedürfnissen gerecht zu werden. Neben der persönlichen Beratung per Telefon oder E-Mail halten die Expertinnen Vorträge, geben Seminare oder Workshops.  Und die PUBLISSO-Website bietet eine Vielzahl an Informationen, die direkte Antworten auf viele Fragen geben.

Kontakt: publikationsberatung@zbmed.de


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International Open Access Week 2019 unter dem Motto „Open for Whom? Equity in Open Knowledge!“

von Constanze Beringer und Ulrike Ostrzinski

Jedes Jahr im Oktober findet die International Open Access Week statt. Weltweit organisieren Bibliotheken und andere Wissenschaftseinrichtungen Aktionen, um auf das Thema Open Access aufmerksam zu machen. In diesem Jahr lautet das Motto „Open for Whom? Equity in Open Knowledge!“ und nimmt die Gerechtigkeit, die die Offene Wissenschaft ermöglicht, in den Fokus.

Für ZB MED sind Open Access, der unbeschränkte und kostenlose Zugang zu wissenschaftlicher Information, und Open Science, die Öffnung des gesamten Forschungsprozesses, wichtige Handlungsfelder. Daher nutzen wir die Open Access Week, um über Open Access, Open Science und unsere Angebote dazu zu informieren.

Auf PUBLISSO, dem Open-Access-Publikationsportal für die Lebenswissenschaften, stellt ZB MED alle Informationen und Services bereit. Das Portal richtet sich an lebenswissenschaftlich Forschende, die ihre Veröffentlichungen und Forschungsdaten frei zugänglich publizieren wollen, und an informationswissenschaftlich Tätige. Wir bieten Beratung und Workshops zu allen Fragen rund um Open Access und Open Science an.

Mit den PUBLISSO-Publikationsplattformen ermöglicht ZB MED Autorinnen und Autoren, die Dissertationen, Forschungsdaten oder Journalartikel veröffentlichen möchten, die Publikation sowohl für den Goldenen als auch für den Grünen Weg des Open Access.

Mit PUBLISSO bietet ZB MED eine Publikationsinfrastruktur für Open Science

Seit über 15 Jahren publizieren wir in Kooperation mit DIMDI und AWMF wissenschaftliche Fachzeitschriften unter dem Dach von German Medical Science und blicken damit auf eine lange Open-Access-Tradition zurück. Herausgebende sowie Autorinnen und Autoren profitieren daher beim Ausbau von PUBLISSO von der umfassenden Expertise der Redaktion. In vier bei der DFG und dem BMBF eingeworbenen Drittmittelprojekten wird gezielt der Bedarf in verschiedenen Fachcommunities ermittelt, um unter anderem darauf aufbauend die Systeme kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Falls Sie sich fragen, was mit dem Goldenen und Grünen Weg des Open Access gemeint ist, hilft Ihnen PUBLISSO auch da weiter. Denn diese und viele andere Fragen beantworten die FAQs.

Kontakt: publisso@zbmed.de


Weiterführende Infos

Was uns im März bewegt hat – Aktuelles zu Open Access, Open Science und Digitalisierung

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Access und Open Science oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat geben wir Ihnen an dieser Stelle eine Zusammenfassung all der Themen, die uns bewegt haben!

Im März ging es unter anderem um die European Open Science Cloud, Berichte von der Open Science Conference und dem damit verbundenen Barcamp in Berlin und den Geburtstag des World Wide Web!

https://twitter.com/Lambo/status/973303409565630464

 

 

PUBLISSO? – Isso! ZB MED macht sich stark für Open Access

ZB MED gehört seit der ersten Stunde zu den Unterstützern des Open-Access-Gedankens. Die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen haben wir als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft bereits 2003 anerkannt (1). Unsere Publikationsplattform German Medical Science (2), die wir gemeinsam mit dem DIMDI (Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information) und der AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften) betreiben, ging bereits 2002 in die Planung. Seitdem haben wir unser Open-Access-Portfolio sukzessive erweitert. Ein wichtiger Schritt folgte im Jahr 2015 mit dem Online-Gang unserer Publikationsplattform PUBLISSO (3). Dort bündeln wir seither alle unsere Open-Access-Aktivitäten. Aktuell hat das BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) einen Drittmittelantrag von uns genehmigt und rund 300.000,- € für den weiteren Ausbau von Open-Access-Infrastrukturen unter anderem am Fallbeispiel PUBLISSO bereitgestellt (4).

In der Open-Access-Community sind wir natürlich gut vernetzt, nehmen regelmäßig aktiv an Konferenzen teil, richten eigene Workshops und Veranstaltungen gemeinsam mit Kooperationspartnern aus. Allerdings war unser Eindruck, dass bei der Bekanntheit unserer Plattform PUBLISSO bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern noch Luft nach oben ist! Zudem hat sich Open Access bei den Forschenden noch nicht in allen lebenswissenschaftlichen Communities so etabliert, wie es wünschenswert ist. Im Herbst 2016 – also ein Jahr nach dem Launch von PUBLISSO – haben wir daher begonnen zu überlegen, wie wir das ändern können. Ergebnis ist eine Kampagne mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit der Lebenswissenschaftlerinnen und Lebenswissenschaftler zu wecken, mehr Open-Access-Autorinnen und -Autoren zu gewinnen und insgesamt die Akzeptanz von Open Access zu steigern. In einem ersten Schritt haben wir eine Anzeigenkampagne in wissenschaftlichen Zeitschriften durchgeführt, im nächsten Schritt sind unter anderem gedruckte Postkarten und Social-Media-Aktionen geplant. Da die Anzeigen sowohl im Print- als auch im Online-Bereich auffallen sollen, haben wir uns für Cartoons zu Open-Access-Themen und PUBLISSO-Services entschieden. Die Cartoons kommen von dem Comiczeichner Leo Leowald. Einige davon haben wir schon außerhalb der Anzeigenkampagne verwendet. In der nächsten Zeit posten wir nun nach und nach alle Zeichnungen und sind gespannt auf Ihre Kommentare dazu!

Eine Frau zeigt einem Mann ihr Smartphone. Er fragt: "Publisso?", sie antwortet ihm: "Isso!".

Comic zur ZB MED-Open-Access-Kampagne für PUBLISSO, das Publikationsportal Lebenswissenschaften

Motiv aus der PUBLISSO-Werbekampagne

Evolutionärer Fortschritt: Open Access Publizieren! Motiv aus der PUBLISSO-Werbekampagne.

Im Hintergrund steht ein brennendes Gebäude. Davor ein weinender Wissenschaftler und einen Wissenschaftlerin, die in der einen Hand ein Device hält, an der anderen ein Monster. sie sagt: Laborfreuer? Na und? Den hier konnte ich retten. Und alle Forschungsergebnisse sind online bei PUBLISSO!

Forschungsergebnisse sind bei PUBLISSO nicht nur frei verfügbar, sondern auch feuerfest 😉

Wissenschaftler beschriftet eine Kuh mit Forschungsergebnissen. Kollegin sagt: Wir könnten die Ergebnisse der Feldforschung ja auch online bei PUBLISSO veröffentlichen.

Feldforschung mal wörtlich genommen in diesem Comic aus der PUBLISSO-Kampagne

Bienen fliegen im Schwarm, der das Wort PUBLISSO bildet. Eine Biene erklärt: Ein kleines Tänzchen zu Ehren der Schwarmintelligenz!

… da tanzen sie wieder! Schwarmintelligenz mit Open Access im Comic aus der Kampagne

Zombi durchbricht Bürotür. Wissenschaftlerin sagt: Ach, sie an. Der Kollege Maier hat noch nicht mitbekommen, dass der Zombi-Impfstoff online steht.

Open Access hilft auch gegen Zombies!

Patient liegt auf der Couch, ein Therapeut (Ähnlichkeit mit Siegmund Freund) schreibt online mit. Patient sagt: Können Sie Ihre Fallstudie über mich bitte erst veröffentlichen, wenn ich ausgeredet habe?

Keine Sorge – Veröffentlichung nur mit Peer Review 😉

Wissenschaftlerin am Computer, davor steht ein unischtbarer Forscher. Sie sagt: Hauptsache Ihre Forschungsergebnisse sind sichtbar!

Forschungsergebnisse Open Access sichtbar machen!

Ein Mann zeigt einem anderen sein Smartphone. Er fragt: "Publisso?", der andere antwortet: "Isso!".

Die ganze Kampagne stand unter dem Motto: PUBLISSO? Isso!

Wissenschaftler liest auf seinem Tablet. Dahinter ist eine lachende Weltkugel. Text: Die Welt liest mit!

Open Access garantiert eine gute Sichtbarkeit.

In den Adern fahren neben Blutkörperchen kleine U-Boote. In einem sitzt eine Forscherin und sagt: Seit ich meine "Reise ins Körperinnere" bei PUBLISSO veröffentlicht habe, ist hier echt was los.

Noch ein Urlaubsziel gesucht? Vielleicht mal bei PUBLISSO gucken 😉

Ein Forscher und eine Forscherin stehen vor einem Versuchsfeld. Sie hält eine sehr dicke Kartoffel in der Hand, er ein Device. Er sagt: Dank PUBLISSO haben jetzt die klügsten Bauern die dicksten Kartoffeln!

Mit Open Access müssen auch Bauernregeln umgeschrieben werden 😉

 


(1) Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities. Abgerufen am 02.02.2018
(2)  German Medical Science
(3) PUBLISSO
(4) ZB MED Pressemitteilung: Fördermittel für Open-Access-Infrastrukturen – BMBF unterstützt ZB MED-Projekt

 

Video-Tutorials zu Peer Review

Von Jasmin Schmitz

Wissenschaftliche Artikel durchlaufen in der Regel einen Begutachtungsprozess, im Rahmen dessen über die Publikationswürdigkeit eines Manuskripts entschieden wird. Diese Begutachtung wird auch Peer Review genannt. Peer Review spielt somit für die Qualitätssicherung in der Wissenschaft eine wichtige Rolle. Mit dem Thema sind aber auch eine Reihe von Fragen verknüpft: Wie läuft es ab? Welche Bedeutung hat es für die Wissenschaftskommunikation? Was sind die Probleme?

ZB MED hat hierzu eine Auswahl von Video-Tutorials zusammengestellt, die über die unterschiedlichen Aspekte informieren und die unter anderem in der Open-Access-Publikationsberatung eingesetzt werden:

Auswahl von Video-Tutorials zu Peer Review, die über die unterschiedlichen Aspekte informieren und die unter anderem in der Open-Access-Publikationsberatung eingesetzt werden.

 

Bei der Auflistung oben handelt es sich um einen Auszug einer Zusammenstellung von Video-Tutorials auf der ZB MED Webpräsenz, die über unterschiedliche Themen im Bereich Open Access und Open Data informieren. Die Tabelle wurde kürzlich um aktuelle Videos ergänzt und enthält mittlerweile mehr als 100 Videos. Derzeit ist in Planung, die Tabelle stärker thematisch zu strukturieren, damit Nutzerinnen und Nutzer schneller relevante Videos zur Nachnutzung finden.


Weitere Informationen:

Ausgewählte Video-Tutorials zu Open Access und Open Data auf PUBLISSO
Ursula Arning: Peer Review und Qualitätssicherung bei PUBLISSO gold, der Open-Access-Publikationsplattform von ZB MED. ZB MED-Blog vom 11. September 2017

Peer Review und Qualitätssicherung bei PUBLISSO gold, der Open-Access-Publikationsplattform von ZB MED

Von Ursula Arning (Leiterin Open-Access-Publizieren und -Beraten)

Peer Review bedeutet im spezifischen Kontext wissenschaftlicher Publikationen die Begutachtung von Texten und ihrer Anhänge durch Forschende des entsprechenden Fachgebietes. Diese Begutachtung, das Review, soll die Qualität der zu publizierenden Artikel garantieren und kann in verschiedenen Ausführungen erfolgen.

Es gibt unterschiedliche Varianten des Peer Reviews. Eine ist das Blind Review, das wiederum zwei Spielarten hat: Wenn sowohl die Autorinnen und Autoren als auch die Begutachterinnen und Begutachter keine Kenntnis voneinander haben, spricht man vom Double Blind Review, das heißt beiden Parteien werden gegenseitig keine Namen genannt, so dass weder die Reviewer wissen, wer den Artikel geschrieben hat, noch die Autorinnen und Autoren, wer ihren Artikel begutachtet. Dieses Verfahren soll größtmögliche Objektivität ermöglichen. Beim Single-Blind-Verfahren haben die Gutachterinnen und Gutachter Kenntnis der Autorinnen und Autoren, letztere sehen aber nicht, wer sie begutachtet hat. Die Anonymität ermöglicht den Reviewern, ihre Gutachten frei zu formulieren.

Eine eher neuere Variante, die in der Wissenschaftspublikation zurzeit noch keine ausgeprägte Rolle spielt, ist das Open Review: In dem Fall werden die Texte publiziert und die Gutachten veröffentlicht. In einer weiteren Spielart, kann es den Leserinnen und Lesern ermöglicht werden, die Texte öffentlich zu kommentieren. Dabei kann sowohl Forschenden als auch – je nach Verfahren – interessierten Laien die Kommentarfunktion ermöglicht werden. Die notwendige Moderation der Kommentare bedeutet oft allerdings einen enormen Aufwand für die Herausgeberinnen und Herausgeber oder Autorinnen und Autoren. Andererseits hat es sich in einzelnen Fachdisziplinen wie der Physik bewährt, Forschungserkenntnisse als Pre-Prints zu veröffentlichen und sie später unter Berücksichtigung der Kommentare, also in einer redigierten Form, in Zeitschriften mit einem Peer-Review-Verfahren zu publizieren (1).

ZB MED mit seinen Publikationsplattformen German Medical Science (GMS) und der daraus entwickelten Plattform PUBLISSO gold für die Lebenswissenschaften legt größten Wert auf die Qualitätssicherung seiner Publikationen und arbeitet dabei eng mit den jeweiligen Fachgesellschaften zusammen. Zurzeit ist das Peer Review auf der Basis des Single-Blind-Verfahrens organisiert, d.h. die Gutachterinnen und Gutachter erfahren die Namen der Autorin oder des Autors, ohne selber der Verfasserin bzw. dem Verfasser genannt zu werden. Das Verfahren kann jedoch innerhalb des Systems auf Wunsch der Herausgeber einzelner Zeitschriften auf alle anderen Formen (Double Blind oder Open Peer Review) umgestellt werden.

Der Einreichungs- und Reviewprozess durchläuft bei PUBLISSO unterschiedliche Stadien und Verantwortlichkeiten. Während der Einreichungsprozess und die spätere Publikation größtenteils in den Händen der ZB MED-Redaktion liegen (2), wird das Review der einzelnen Publikationen in Verantwortung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durchgeführt; bei ZB MED handelt es sich dabei um Mitglieder einzelner Fachgesellschaften. Absprachegemäß bekommen jeweils zwei Wissenschaftlerinnen bzw. Wissenschaftler denselben Artikel zugewiesen. Das folgende Schema veranschaulicht den Prozess:

Review-Prozess bei ZB MED-Publikationsplattform PUBLISSO gold

Während des Reviews entstehen drei Möglichkeiten:

  1. Der Artikel wird abgelehnt; die Autorin / der Autor wird entsprechend benachrichtigt.
  2. Der Artikel wird grundsätzlich akzeptiert, wenn bestimmte Kriterien zur Korrektur erfüllt werden; die Autorin oder der Autor müssen noch einige Korrekturen am Text durchführen und der Beitrag ein zweites Mal das Review durchlaufen.
  3. Der Artikel wird akzeptiert, evtl. werden kleinere Korrekturen vorgeschlagen.

War der Review-Prozess erfolgreich, das heißt Reviewer und Herausgeber haben den Artikel akzeptiert, werden die Artikel wieder an die ZB MED-Redaktion gesendet, die die Artikel mit äußerster Sorgfalt formal redigiert, Referenzen überprüft, Artikel zur Publikation vorbereitet und die abschließende Einverständniserklärung des Autors bzw. der Autorin zur Publikation einholt. Eine Qualitätssicherung bei PUBLISSO erfolgt damit also auf mehreren Ebenen.


(1) Zu den verschiedenen Review-Verfahren und ihren Auswirkungen bzw. möglichen Kritikpunkten vgl. auch PUBLISSO FAQ zum Peer Review.

(2) Es gibt drei unterschiedliche Servicestufen und damit Preismodelle bei ZB MED. Während in der einfachsten und kostengünstigsten Variante die Herausgeber die Einreichung und das Review selber organisieren, übernimmt die ZB MED-Redaktion im zweiten Modell die Einreichung und organisiert in der dritten Stufe zusätzlich den Review-Prozess mit den eventuell anfallenden Erinnerungen und Mahnungen. Inhaltlich liegt die Verantwortung des Reviews und damit der Qualitätssicherung in allen drei Varianten bei den Fachgesellschaften.

Videotutorial zu den “Finanzierungsmöglichkeiten von Open Access Publikationen” fertiggestellt

Von Jasmin Schmitz (Open-Access-Publikationsberatung) und
Bettina Kullmer (Informationskompetenz)

Als Orientierungshilfe hat ZB MED 2016 eine Übersicht an freien, thematischen Videotutorials in Deutsch und Englisch als Tabelle zusammengestellt und verlinkt. Bei der Analyse zeigte sich, dass eine Übersicht über die zahlreichen Finanzierungsmöglichkeiten für Open-Access-Publikationsgebühren fehlte. Im Rahmen eines Semesterpraktikums, das eine Studentin der Bibliothekswissenschaft der TH Köln bei ZB MED absolvierte, konnte diese Lücke geschlossen werden. So erarbeitete sie gemäß dem internen Konzept ein persona-basiertes Storyboard  und setzte es selbst mit der Software Animatron um. Das fertige Tutorial – in einer deutschen und englischen Version – ist nun online auf YouTube verfügbar. Eine zitierfähige Version ist jeweils im Fachrepositorium Lebenswissenschaften hinterlegt. Das Tutorial ist über eine Creative Commons Lizenz CC-BY-ND 4.0 nachnutzbar.

Viel Vergnügen beim Anschauen!

 


Weiterführende Links:

Videotutorials zu Open Access und Open Data (ZB MED Blog-Beitrag vom 7.2.2017)
Komplexes einfach visualisiert: Video-Tutorials von ZB MED (ZB MED Blog-Beitrag vom 13.6.2016)

 

Video-Tutorials zu Open Access und Open Data – Tabelle online

Von Jasmin Schmitz, PUBLISSO Publikationsberatung

Video-Tutorials erfreuen sich schon seit längerem enormer Beliebtheit, da sie die Möglichkeit bieten, komplexe Inhalte audio-visuell aufzubereiten und somit Nutzerbedürfnissen nachkommen.

Auf der ZB MED-Publikationsplattform PUBLISSO findet sich eine Tabelle mit Video-Tutorials zu Open Access und Open Data (1). Zusätzlich wurden auch Videos zu Creative-Commons-Lizenzierung, Peer Review, Journal Impact Factor, h-Index und Altmetrics aufgenommen.

Tabelle mit Video-Tutorials

Tabelle mit Video-Tutorials

Die Tabelle bildete die Grundlage einer Untersuchung, deren Ergebnisse im März auf dem Bibliothekskongress in Leipzig vorgestellt wurden und in ausführlicher Form kürzlich in o-bib – dem offenen Bibliotheksjournal erschienen sind (2).

Auch ZB MED setzt im Rahmen der Open-Access-Publikationsberatung neben FAQs, persönlicher Beratung sowie Workshops und Vorträgen Video-Tutorials ein. Die Ergebnisse der oben genannten Untersuchung dienen der Entscheidungsfindung, zu welchen Themen Tutorials nachgenutzt werden können, beziehungsweise wo Lücken mit selbst produzierten Tutorials geschlossen werden können. Näheres zum Konzept von ZB MED findet sich in dem Beitrag „Komplexes einfach visualisiert: Video-Tutorials von ZB MED“(3).

In der Tabelle finden sich neben Links zu den Video-Tutorials noch einige Zusatzinformationen über die bereitstellende Institution/Person, das Thema, näheres zum Inhalt, Angaben zur Lizenz (sofern vorhanden), Länge, Sprache und inwieweit die Tutorials frei von institutionellen Bezügen sind.

Die Tabelle wird regelmäßig aktualisiert und ergänzt. Nutzerinnen und Nutzer sind eingeladen, eigene Vorschläge einzureichen. Die vorgeschlagenen Tutorials sollten sich mit den genannten Themen beschäftigen und idealerweise eine maximale Länge von fünf Minuten haben.


 

(1) Video-Tutorials zu Open Access und Open Data

(2) Schmitz, J.: Video-Tutorials zu Open Access und Open Data – Analyse und mögliche Nachnutzbarkeit. o-bib, das Offene Bibliotheksjournal, 2016

(3) Kullmer, B., Schmitz, J.: Komplexes einfach visualisiert: Video-Tutorials von ZB MED. ZB MED-Blog, 2016