Was uns im März bewegt hat – Aktuelles zu Open Science, FAIR Data und Digitalisierung …

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Science, FAIR Data oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat geben wir Ihnen an dieser Stelle einen kurzen Überblick mit Beiträgen, die uns besonders bewegt haben. Im März war das natürlich die Open Science Conference mit dem dazugehörigen Bar Camp und die Dokumentation dazu im Open Science Radio. Aber es gab auch noch anderes zu berichten:

Was uns im Februar bewegt hat – Aktuelles zu Open Science, FAIR Data, Digitalisierung …

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Science, FAIR Data oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat geben wir Ihnen an dieser Stelle einen kurzen Überblick mit Beiträgen, die uns besonders bewegt haben. Im Februar war das zum Beispiel das Thema FAIR Data und dazu auch der Sprint „Top 10 FAIR Data & Software Things“ oder der Plan S.

Was uns im Dezember bewegt hat – Aktuelles zu Open Science, FAIR Data, Digitalisierung …

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Science, FAIR Data oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat geben wir Ihnen an dieser Stelle einen kurzen Überblick mit Beiträgen, die uns besonders bewegt haben. Im Dezember war das zum Beispiel der World Digital Preservation Day, der ZB MED-Workshop zum Predatory Publishing oder Blogchain in der Wissenschaft.

 

Was uns im November bewegt hat – Aktuelles zu Open Access, FAIR Data, Digitalisierung …

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Access und FAIR Data oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat geben wir Ihnen an dieser Stelle eine Zusammenfassung der Themen, die uns besonders bewegt haben. Im November war das zum Beispiel die Nationale Forschungsdateninfrastruktur, insbesondere NFDI4Life, das Konsortium für die Lebenswissenschaften, oder der Top 10 FAIR Data Things Sprint. Und dann waren auch noch der Tag der Computersicherheit und der World Digital Preservation Day …

https://twitter.com/libcce/status/1068051674646945792

“All librarians speek the same language, the language of access to information”: World Library and Information Congress der IFLA 2018

Von Dr. Ursula Arning

“Alle Bibliothekar*innen sprechen die gleiche Sprache, die Sprache des Zugangs zur Information”, sagte Glòria Pérez-Salmerón, die Präsidentin der IFLA, in der Closing Session des World Library and Information Congress (WLIC) der International Federation of Library Associations (IFLA) 2018. Es handelt sich um die Internationale Konferenz des Bibliothekswesens, auf der sich Kolleginnen und Kollegen (aller Bibliothekstypen) der ganzen Welt eine Woche lang sowohl über ganz alltägliche Fragen als auch über strategische Fragen zur Zukunft der Bibliotheken austauschen. Die Konferenz fand dieses Jahr vom 23.8. bis zum 30.8. in Kuala Lumpur/Malaysia statt. Jedes Jahr wieder ist es beeindruckend und überaus bereichernd, wenn die globale “bibliothekarische” Welt mit ihrer Diversität an einem Ort zusammenkommt. So war die Zusammenfassung von Glòria Pérez-Salmerón, dass „alle Bibliothekar*innen die gleiche Sprache sprechen, die Sprache des Zugangs zur Information”, durchaus ein bemerkenswerter Satz. Bei allen Unterschieden, alle verbindet ein Ziel: Der Zugang zur Information.

Willkommensschild auf der IFLA 2018

Willkommensschild auf der IFLA 2018 © Ursula Arning

Dies zeigte sich auch am letzten Tag des Kongresses, an dem Interessierte an Bibliotheksführungen teilnehmen konnten (1). Ich hatte mich – in der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin beheimatet – für die angebotene Tour zu den Bibliotheken in Pahang entschieden. Ziel war unter anderem die dortige Medizinische Bibliothek, die Dar Al-Hikmah Library an der International Islamic University Malaysia. So konnte ich für die Kolleginnen und Kollegen Impressionen einer „Schwester-Bibliothek“ mit nach Hause nehmen. Die offene Architektur des Gebäudes erfordert eine gute Organisation: Oben, im 3. OG, Stillarbeit mit zahlreichen, gut ausgestatteten Kabinen mit Flipchart und Gruppentischen bzw. Kabinen zur Einzelarbeit. Unten, offene Gruppentische, entweder nur für „Sisters“, für „Brothers“ oder für gemischte Gruppen sowie eine ausgezeichnete erste Anlaufstelle, an der einem mittels eines großen Ansicht-Bildschirms die benötigte Information vermittelt wird.

Leseecke im Erdgeschoss der Dar Al-Hikmah Library in Kuala Lumpur.

Im Erdgeschoss der Dar Al-Hikmah Library. © Ursula Arning

Blick vom 3. Obergeschoss der Dar Al-Hikmah Library in Kuala Lumpur ins 2. Obergeschoss.

Blick vom 3. Obergeschoss der Dar Al-Hikmah Library ins 2. Obergeschoss. © Ursula Arning

Zu der Besuchstour gehörten auch zwei Öffentliche Bibliotheken: Um die fehlenden Personalkapazitäten auszugleichen, die den Nutzenden bei der Suche helfen können, hat die Bentong Public Library eine App entwickelt, mit der man die Büchertitel in den jeweiligen Regalen über einen QR Code auf sein Handy scannen kann.

Impression von einem Messestand auf der IFLA 2018 in Kuala Lumpur.

Impression von der IFLA 2018. © Ursula Arning

Die State Library of Pahang, gerade erst in ein neues Gebäude gezogen, überzeugt mit einem vielfältigen interaktiven Angebot für alle Bevölkerungsgruppen: Sie verfügt über einen abgetrennten, gut ausgestatteten Baby-Raum, der nicht mit Schuhen betreten werden darf, eine weiträumige Kinderbibliothek, in der auch (wissenschaftliche) Experimente durchgeführt werden: So zeigten Studierende einer jüngeren Schulklasse, wie sich Papier aus Bananenfasern schöpfen lässt.

Einer jüngeren Schulklasse wird von Älteren in der State Library of Pahang erklärt, wie aus Bananenfasern Papier geschöpft werden kann.

Einer jüngeren Schulklasse wird von Älteren in der State Library of Pahang erklärt, wie aus Bananenfasern Papier geschöpft werden kann. © Ursula Arning

Weiter ging es zu einem Musik/Tonstudio, zu einem 3-D-Kino, einem Computer Lab, einer kleinen, ruhigen Blindenbibliothek mit Büchern in Brailleschrift. Aber nicht nur diese Bilder und gestalterischen Ideen habe ich mitgenommen. Neben dem Zugang zur Information sind die Wärme und der Stolz der Gastgeber*innen, „ihre“ Bibliothek vorstellen zu dürfen, wohl auch allen Bibliothekar*innen auf der Welt gemeinsam. In diesem Sinne sollten sich alle Bibliotheken an der IFLA Library Map beteiligen, um aufzuzeigen, wo Bibliotheken sich überall zum Wohle der Gesellschaft und Wissenschaft engagieren.

Als Gremienmitglied der Section for Academic and Research Libraries (der Sektion der Akademischen und Wissenschaftlichen Bibliotheken), habe ich auch einen aktiven Part auf dem WLIC. Alle Mitglieder sind aufgerufen, in ca. fünf Bullet Points die wichtigsten Entwicklungen im Bibliothekswesen ihres Landes im letzten Jahr darzustellen. Dadurch entsteht ein schneller Vergleich, der Themen identifiziert, die weltweit für wichtig erachtet werden. In diesem Jahr waren Wissensmanagement, Kooperationen und System Sharing, Transformation und damit Herausforderungen für das Bibliothekspersonal, Forschungsdatenmanagement sowie Erwerbungsstrategien die meist genannten Themen. Des Weiteren geht es bei den Sektionen auch um die Planung von Aktivitäten für den nächsten World Library and Information Congress der IFLA. Jede Sektion hat einen Slot von zwei Stunden, um z.B. die Entwicklungen der akademischen und wissenschaftlichen Bibliotheken weltweit aufzugreifen und zu besprechen. In diesem Jahr umfassten die Hot Topics die Themenbereiche Open Access, Künstliche Intelligenz und automatische (bzw. computerunterstützte) Sacherschließung. Alle drei Themen wurden durch einen dreiminütigen Impulsvortrag eingeleitet und dann in Gruppen intensiv diskutiert. Über das Jahr verteilt werden diese und andere Themen auch im Blog der Sektion weiter vertieft. Die Themen können länderspezifisch oder von generellem Interesse sein. Im August 2018 waren die Beiträge sehr divers und reichten von „Predatory Publishing“ bis zur Vorstellung der Lernplattform der Joint University Librarians Advisory Committee (JULAC) von Hong Kong. Jede und Jeder auch außerhalb des Gremiums ist dazu eingeladen, einen Beitrag zu veröffentlichen oder sich über aktuelle Themen in der Facebook-Gruppe IFLAARL auszutauschen. Um die Themen aus der Sektion auch in die Communities zu tragen, sind als neues Angebot Webinare geplant, die im Laufe des Jahres konzipiert werden.

Als Mitglied der AG Universitätsverlage mit zurzeit 28 Mitgliedern aus dem deutschsprachigen Raum habe ich mich auf dem diesjährigen Kongress insbesondere bei den Planungen einer Special Interest Group „Library Publishing“ engagiert. Es haben sich ca. 15 Interessierte aus aller Welt gefunden, die die Gründung vorbereiten werden. Für die Umsetzung unserer ZB MED eigenen Plattformen PUBLISSO – Gold und PUBLISSO – Fachrepositorium Lebenswissenschaften können durch den kollegialen Austausch wichtige Synergien entstehen. Die Gruppe ist erst in der Findungsphase, doch wollen wir auf der nächsten Tagung der IFLA in Athen bereits einen Workshop anbieten, um unser Interessengebiet auch einer breiteren Öffentlichkeit vertraut zu machen. Die Erkenntnisse, die ich durch die Gruppe gewinne, kann ich sowohl in den weiteren Aufbau der institutseigenen Plattform einfließen lassen als auch weitergeben an die Kolleg*innen der AG Universitätsverlage und anderer Gremien.

Des Weiteren ist der Weltkongress der IFLA auch eine gute Plattform, eigenes Wissen und Erfahrungen zu teilen und die Kolleginnen und Kollegen aus der ganzen Welt bei bestimmten Themen zu unterstützen. Eigene Projekte und Ideen können besonders gut in den beiden Poster Sessions vorgestellt werden. Der Trend geht wohl zu Poster-Formaten mit 3-D-Gegenständen. Letztes Jahr konnte z.B. ein Poster mit einer herausragenden Kaffeetasse überzeugen, dieses Jahr waren es Infoboxen, in denen man Kommentare hinterlassen konnte.

Poster in der State Library of Pahang in Kuala Lumpur, auf dem "Libraries are for everyone" steht.

Poster in der State Library of Pahang. © Ursula Arning

Seit einigen Jahren ist Open Access ein Thema, das auf dem WLIC immer mehr Gehör findet. Neben der ARL-Sektion ist insbesondere auch die Sektion „Science & Technology Libraries“ in dem Bereich aktiv. So umfasste die Session „Libraries as Drivers for Open Access“ Vorträge, die sich auf die soziale Grundidee des Open Access rückbesinnen und den sogenannten „Diamantenen Weg“ propagieren, also kostenfreie Publikationen für die Autor*innen. Ebenfalls interessant war in derselben Session auch die komparative Studie zum Monitoring und den Geschäftsmodellen in Lateinamerika und dem Mittleren Osten (2). Des Weiteren wurde u.a. die Entwicklung einer App vorgestellt, die beim Entlanggehen an Regalen die E-books anzeigt, die zu diesem Themenkreis gehören (3). Ein weiteres Thema, das in diesem Jahr Eingang in die IFLA-Tagung fand, war z.B. der Bereich der digitalen Langzeitarchivierung (dLZA) (4). Bereits in der Session wurde der Wunsch geäußert, dass es neben der Vorstellung von Systemanbietern auch sinnvoll wäre, Beispiele aus der Praxis zu hören. Der WLIC ist also gerade auch für das deutsche Bibliothekswesen mit seinen Aktivitäten in der dLZA eine mögliche Plattform, sich mit den Kolleg*innen aus dem In- und Ausland auszutauschen. Immer größere Beachtung findet auf dem World Library and Information Congress auch der Themenbereich „Forschungsdatenmanagement“. In diesem Jahr lag der Fokus auf Data Librarians und darauf, welche Qualifikationen diese mitbringen sollten (5).

Ein neues, sehr interessantes Format auf dem Kongress war das Angebot der Sektion „Continual Professional Development and Workplace Learning“. Je nach Interessensgebiet setzte man sich zusammen und konnte diverse Themen wie Zeitmanagement, Zielsetzungen, Burn out, Karriereplanung etc. diskutieren und aus der eigenen Praxis berichten bzw. eigene Lösungswege aufzeigen. Auch wenn es einen „Coach“ pro Tisch gab, war es letztlich ein kollegialer Austausch von Ideen, Ratschlägen und Problemlösungen über Ländergrenzen und Bibliothekstypen hinweg und gleichzeitig eine Möglichkeit, sich kennen zu lernen. Dabei wurde in dem knappen Format von 15–30 Minuten nichts zerredet, sondern präzise auf die unterschiedlichen Fragen geantwortet (6).

Die Twin Towers in Kuala Lumpur.

Die Twin Towers in Kuala Lumpur. © Ursula Arning

Ich danke BII, dass es mir durch die großzügige Unterstützung die Fahrt zum World Library and Information Congress der IFLA 2018 und damit auch die Mitarbeit in Gremien und Gruppen ermöglicht hat, deren Ideen und Strategien in meine direkte tägliche Arbeit einfließen und damit der wissenschaftlichen Community Deutschlands zur Verfügung stehen werden.


(1) Zur Situation des Bibliothekswesens in Malaysia vgl. den Beitrag von Andreas Degkwitz (https://media02.culturebase.org/data/docs-bideutschland/Degkwitz_Bericht_IFLA_2018.pdf).

(2) Session 092 Libraries as Drivers for Open Access – Science & Technology Libraries with Serials and other Continuing Resources.

(3) Session 113 Celebrating IT Innovations in libraries – Information Technology.

(4) Session 160 Planning digital preservation: in for the long run – Preservation and Conservation with Information Technology.

(5) Session 139 Data Librarian: Needs and Qualifications – Education and Training, Science and Technology and Continuing Professional Development and Workplace Learning.

(6) Session 196 Knowledge Café 2018: Continuous Learning for Successful Info Pros in the Knowledge Economy – Knowledge Management with Continuing Professional Development and Workplace Learning and Library and Research Services for Parliaments.

 

Was uns im September bewegt hat – Aktuelles zur Uni Bonn, Open Access, FAIR Data, Digitalisierung …

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Access und FAIR Data oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat geben wir Ihnen an dieser Stelle eine Zusammenfassung der Themen, die uns besonders bewegt haben. Im September haben wir unter anderem zwei Beiträge geteilt, in denen es darum geht, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler davon zu überzeugen, Open Data zu praktizieren und zu zeigen, wie einfach Open Access sein kann.

Electronic Lab Notebooks als Teil des Forschungsdatenmanagements

Von Beatrix Adam und Birte Lindstädt

ZB MED unterstützt die Etablierung eines institutionellen Forschungsdatenmanagements vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen sowohl seitens der Förderer als auch der Forschenden. Eine zentrale Rolle im Lebenszyklus von Forschungsdaten kommt dem Elektronischen Laborbuch (ELN – Electronic Lab(oratory) Notebook) insbesondere in der medizinischen Forschung zu. Es löst in immer mehr Forschungseinrichtungen das bisher verwendete Laborbuch in Papierform ab, da sich Forschende zunehmend den technischen Fortschritt für ihre Arbeit zunutze machen wollen.

Vorteile des Elektronischen Laborbuchs:

  • Direkte Einbindung/Verlinkung bereits digital vorliegender Daten (z. B. Messergebnisse, Bild-, Video-, Audiodateien)
  • Kein Informationsverlust durch unleserliche Handschrift
  • Such- und Filterfunktionen
  • Funktionen zum kollaborativen Arbeiten (Rechte-, Rollenmanagement)
  • Erstellung und Verwendung von Vorlagen (Templates, z. B. für sich wiederholende Prozesse)
  • Einbettung in eine vernetzte digitale Forschungsumgebung (API, Standardschnittstellen, Import-, Exportfunktionen, Anbindung an Repositorien, u. a.)

Die Einführung eines geeigneten Electronic Lab Notebook gliedert sich grob in drei Phasen, die jeweils ihre besonderen Herausforderungen bergen. Am Anfang steht die Auswahl eines oder mehrerer möglicherweise geeigneter Produkte. Daran schließt sich eine Testphase an, während der sich im Idealfall ein Produkt als passend herauskristallisiert. Sobald ein ELN lizensiert und implementiert ist, folgt die Verbreitung in den Forschungsgruppen.

Auswahlprozess

Eine große Hürde im Auswahlprozess stellt die Produktvielfalt dar. Es existiert ein breites Angebot von fast hundert Produkten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Ausstattungsmerkmalen und Preisstrukturen. Wichtig ist hierbei, sich nicht im Dschungel der Möglichkeiten zu verlieren, sondern sich zunächst darauf zu konzentrieren, die eigenen Bedürfnisse zu definieren („Muss-Kriterien“). Diese können dann mit den Produktmerkmalen angebotener Elektronischer Laborbücher abgeglichen werden.

ZB MED kann bei der Auswahl eines geeigneten Elektronischen Laborbuchs auf der Grundlage einer eigens erstellten Informationsbasis unterstützen, die Produkte anhand ihrer Merkmale filterbar macht. Die Informationsbasis enthält Details zu den folgenden Kernfunktionen eines ELN:

  • Kernfunktionen Datenverarbeitung
    (zum Beispiel Import- und Exportformate, Vorlagen)
  • Kernfunktionen Publizieren & Sharing
    (zum Beispiel Metadatenerstellung, Beweissicherheit)
  • Kernfunktionen IT & Datenschutz
    (zum Beispiel Datenspeicherung, Bereitstellungsmodell)
  • Informationen zu Herstellersupport, Kosten, Referenzen

Herausforderungen ergeben sich aber nicht nur im Auswahlprozess. Auch während der Test- und Einführungsphase ist eine gute Planung und Begleitung essentiell für die spätere allgemeine Akzeptanz und breite Nutzung des Elektronischen Laborbuchs.

Testphase

Neuerungen – so tiefgreifend sie auch die tägliche Arbeit erleichtern und effizienter machen – gehen oft zunächst mit Mehrarbeit und der Notwendigkeit einher, alte Gewohnheiten anzupassen. Aus diesem Grund kann es hilfreich sein, für die Testphase Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, die sowohl „computeraffin“ sind als auch Veränderungen gegenüber aufgeschlossen. Darüber hinaus empfehlen wir die Entwicklung eines testbegleitenden Fragebogens, in dem die Testpersonen ihre Eindrücke festhalten können. Deren Auswertung kann wichtige Hinweise zur Eignung eines Produktes geben.

Einführungsphase

Für die Einführungsphase ist ein spezielles Supportangebot empfehlenswert. Die Erfahrung zeigt, dass der Bedarf an Unterstützung zu Beginn am höchsten ist. Auch ist eine Person, die sich einmal von der Nutzung eines ELN abgewandt hat, weil es für ein Problem keine zeitnahe Hilfestellung gab, nur sehr schwierig wiederzugewinnen. Eine Möglichkeit, dem vorzubeugen, könnten zum Beispiel vorherige Testpersonen sein, die mit ihrem Erfahrungswissen als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen.

ZB MED bietet Information und Beratung für Auswahl, Test und Einführung eines Electronic Lab Notebook (ELN/Elektronischen Laborbuchs). Sprechen Sie uns gerne an!


Kontakt:
Birte Lindstädt
Beatrix Adam

Was uns im August bewegt hat – Aktuelles zu Open Access, FAIR Data, Digitalisierung …

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Access und FAIR Data oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat geben wir Ihnen an dieser Stelle eine Zusammenfassung der Themen, die uns besonders bewegt haben. Im August war das natürlich der erste Library Carpentry Workshop bei ZB MED, erneut das Predatory Publishing und mal was sehr unterhaltsames: die #librarylife challenge one #bwphoto each day for a week.

In LIVIVO wächst die Anzahl der Forschungsdaten

Von Barbara Weidlich-Völckers

Die Offenlegung wissenschaftlicher Forschungsdaten zu Publikationen ist ein wichtiges Thema für ZB MED. In LIVIVO, dem ZB MED-Suchportal für die Lebenswissenschaften (1), wird daher seit drei Jahren kontinuierlich nachgewiesene Literatur mit zugehörigen frei zugänglichen Forschungsdaten aus Forschungsdatenrepositorien wie Dryad (2) verknüpft. Dadurch wird die Sichtbarkeit und Nachnutzbarkeit dieser sonst oft versteckten Daten deutlich erhöht.

Inzwischen sind ca. 20.000 Publikationen in LIVIVO zu finden, die mit Forschungsdaten verknüpft sind. In der Trefferliste sind diese mit einem zusätzlichen Symbol – dem Mikroskop – markiert (siehe Abbildung). Über den Suchfilter »Dokumenttyp« kann die Trefferliste gezielt auf Publikationen mit Forschungsdaten eingeschränkt werden. Eine Recherche ist auch direkt über die Expertensuche mit der Fragestellung DT=RD (Dokumenttyp = Forschungsdaten) möglich.

Screenshot aus dem ZB MED-Suchportal LIVIVO (www.livivo.de). zeigt Artikel mit zugehörigen Forschungsdaten

Anzeige für Artikel mit Forschungsdaten in LIVIVO

Folgt man am Ende eines Treffers unter „More Links“ / „Zusatzinformationen“ dem Eintrag „Research Data“ / „Forschungsdaten“, so wird man zu dem Forschungsdatenrepositorium weitergeleitet, welches diese Daten archiviert (z.B. Dryad). Die dort publizierten Forschungsdaten können helfen, die Inhalte der Textpublikationen besser nachzuvollziehen und einzuordnen. Die Daten können aber auch für eigene Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen nachgenutzt werden(3).

Der Ausbau des Nachweises von Forschungsdaten aus weiteren Forschungsdatenrepositorien in LIVIVO ist derzeit in Arbeit. In den LIVIVO News halten wir Sie darüber und natürlich auch über anderen Entwicklungen auf dem Laufenden(4). Es verändert sich immer wieder etwas bei LIVIVO – und es bleibt spannend, schauen Sie doch mal rein!


Weiterführende Links:

(1) LIVIVO
(2) Dryad
(3) Wenn Sie sich zum Thema Forschungsdaten weiter informieren möchten oder Beratung wünschen, so stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen von PUBLISSO, unserem Publikationsportal Lebenswissenschaften, gern zur Verfügung.
(4) LIVIVO-News


Kontakt zum LIVIVO-Team

Was uns im Juni bewegt hat – Aktuelles zu Open Access, FAIR Data und Digitalisierung

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Access und FAIR Data oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat geben wir Ihnen an dieser Stelle eine Zusammenfassung der Themen, die uns besonders bewegt haben. Im Juni waren das neben einigen internen Meldungen unter anderem Tweets, die vom Bibliothekartag in Berlin berichteten, oder auch die EU-Urheberrechtsreform.