Electronic Lab Notebooks als Teil des Forschungsdatenmanagements

Von Beatrix Adam und Birte Lindstädt

ZB MED unterstützt die Etablierung eines institutionellen Forschungsdatenmanagements vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen sowohl seitens der Förderer als auch der Forschenden. Eine zentrale Rolle im Lebenszyklus von Forschungsdaten kommt dem Elektronischen Laborbuch (ELN – Electronic Lab(oratory) Notebook) insbesondere in der medizinischen Forschung zu. Es löst in immer mehr Forschungseinrichtungen das bisher verwendete Laborbuch in Papierform ab, da sich Forschende zunehmend den technischen Fortschritt für ihre Arbeit zunutze machen wollen.

Vorteile des Elektronischen Laborbuchs:

  • Direkte Einbindung/Verlinkung bereits digital vorliegender Daten (z. B. Messergebnisse, Bild-, Video-, Audiodateien)
  • Kein Informationsverlust durch unleserliche Handschrift
  • Such- und Filterfunktionen
  • Funktionen zum kollaborativen Arbeiten (Rechte-, Rollenmanagement)
  • Erstellung und Verwendung von Vorlagen (Templates, z. B. für sich wiederholende Prozesse)
  • Einbettung in eine vernetzte digitale Forschungsumgebung (API, Standardschnittstellen, Import-, Exportfunktionen, Anbindung an Repositorien, u. a.)

Die Einführung eines geeigneten Electronic Lab Notebook gliedert sich grob in drei Phasen, die jeweils ihre besonderen Herausforderungen bergen. Am Anfang steht die Auswahl eines oder mehrerer möglicherweise geeigneter Produkte. Daran schließt sich eine Testphase an, während der sich im Idealfall ein Produkt als passend herauskristallisiert. Sobald ein ELN lizensiert und implementiert ist, folgt die Verbreitung in den Forschungsgruppen.

Auswahlprozess

Eine große Hürde im Auswahlprozess stellt die Produktvielfalt dar. Es existiert ein breites Angebot von fast hundert Produkten mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Ausstattungsmerkmalen und Preisstrukturen. Wichtig ist hierbei, sich nicht im Dschungel der Möglichkeiten zu verlieren, sondern sich zunächst darauf zu konzentrieren, die eigenen Bedürfnisse zu definieren („Muss-Kriterien“). Diese können dann mit den Produktmerkmalen angebotener Elektronischer Laborbücher abgeglichen werden.

ZB MED kann bei der Auswahl eines geeigneten Elektronischen Laborbuchs auf der Grundlage einer eigens erstellten Informationsbasis unterstützen, die Produkte anhand ihrer Merkmale filterbar macht. Die Informationsbasis enthält Details zu den folgenden Kernfunktionen eines ELN:

  • Kernfunktionen Datenverarbeitung
    (zum Beispiel Import- und Exportformate, Vorlagen)
  • Kernfunktionen Publizieren & Sharing
    (zum Beispiel Metadatenerstellung, Beweissicherheit)
  • Kernfunktionen IT & Datenschutz
    (zum Beispiel Datenspeicherung, Bereitstellungsmodell)
  • Informationen zu Herstellersupport, Kosten, Referenzen

Herausforderungen ergeben sich aber nicht nur im Auswahlprozess. Auch während der Test- und Einführungsphase ist eine gute Planung und Begleitung essentiell für die spätere allgemeine Akzeptanz und breite Nutzung des Elektronischen Laborbuchs.

Testphase

Neuerungen – so tiefgreifend sie auch die tägliche Arbeit erleichtern und effizienter machen – gehen oft zunächst mit Mehrarbeit und der Notwendigkeit einher, alte Gewohnheiten anzupassen. Aus diesem Grund kann es hilfreich sein, für die Testphase Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, die sowohl „computeraffin“ sind als auch Veränderungen gegenüber aufgeschlossen. Darüber hinaus empfehlen wir die Entwicklung eines testbegleitenden Fragebogens, in dem die Testpersonen ihre Eindrücke festhalten können. Deren Auswertung kann wichtige Hinweise zur Eignung eines Produktes geben.

Einführungsphase

Für die Einführungsphase ist ein spezielles Supportangebot empfehlenswert. Die Erfahrung zeigt, dass der Bedarf an Unterstützung zu Beginn am höchsten ist. Auch ist eine Person, die sich einmal von der Nutzung eines ELN abgewandt hat, weil es für ein Problem keine zeitnahe Hilfestellung gab, nur sehr schwierig wiederzugewinnen. Eine Möglichkeit, dem vorzubeugen, könnten zum Beispiel vorherige Testpersonen sein, die mit ihrem Erfahrungswissen als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen.

ZB MED bietet Information und Beratung für Auswahl, Test und Einführung eines Electronic Lab Notebook (ELN/Elektronischen Laborbuchs). Sprechen Sie uns gerne an!


Kontakt:
Birte Lindstädt
Beatrix Adam

Was uns im August bewegt hat – Aktuelles zu Open Access, FAIR Data, Digitalisierung …

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Access und FAIR Data oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat geben wir Ihnen an dieser Stelle eine Zusammenfassung der Themen, die uns besonders bewegt haben. Im August war das natürlich der erste Library Carpentry Workshop bei ZB MED, erneut das Predatory Publishing und mal was sehr unterhaltsames: die #librarylife challenge one #bwphoto each day for a week.

In LIVIVO wächst die Anzahl der Forschungsdaten

Von Barbara Weidlich-Völckers

Die Offenlegung wissenschaftlicher Forschungsdaten zu Publikationen ist ein wichtiges Thema für ZB MED. In LIVIVO, dem ZB MED-Suchportal für die Lebenswissenschaften (1), wird daher seit drei Jahren kontinuierlich nachgewiesene Literatur mit zugehörigen frei zugänglichen Forschungsdaten aus Forschungsdatenrepositorien wie Dryad (2) verknüpft. Dadurch wird die Sichtbarkeit und Nachnutzbarkeit dieser sonst oft versteckten Daten deutlich erhöht.

Inzwischen sind ca. 20.000 Publikationen in LIVIVO zu finden, die mit Forschungsdaten verknüpft sind. In der Trefferliste sind diese mit einem zusätzlichen Symbol – dem Mikroskop – markiert (siehe Abbildung). Über den Suchfilter »Dokumenttyp« kann die Trefferliste gezielt auf Publikationen mit Forschungsdaten eingeschränkt werden. Eine Recherche ist auch direkt über die Expertensuche mit der Fragestellung DT=RD (Dokumenttyp = Forschungsdaten) möglich.

Screenshot aus dem ZB MED-Suchportal LIVIVO (www.livivo.de). zeigt Artikel mit zugehörigen Forschungsdaten

Anzeige für Artikel mit Forschungsdaten in LIVIVO

Folgt man am Ende eines Treffers unter „More Links“ / „Zusatzinformationen“ dem Eintrag „Research Data“ / „Forschungsdaten“, so wird man zu dem Forschungsdatenrepositorium weitergeleitet, welches diese Daten archiviert (z.B. Dryad). Die dort publizierten Forschungsdaten können helfen, die Inhalte der Textpublikationen besser nachzuvollziehen und einzuordnen. Die Daten können aber auch für eigene Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen nachgenutzt werden(3).

Der Ausbau des Nachweises von Forschungsdaten aus weiteren Forschungsdatenrepositorien in LIVIVO ist derzeit in Arbeit. In den LIVIVO News halten wir Sie darüber und natürlich auch über anderen Entwicklungen auf dem Laufenden(4). Es verändert sich immer wieder etwas bei LIVIVO – und es bleibt spannend, schauen Sie doch mal rein!


Weiterführende Links:

(1) LIVIVO
(2) Dryad
(3) Wenn Sie sich zum Thema Forschungsdaten weiter informieren möchten oder Beratung wünschen, so stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen von PUBLISSO, unserem Publikationsportal Lebenswissenschaften, gern zur Verfügung.
(4) LIVIVO-News


Kontakt zum LIVIVO-Team

Was uns im Juni bewegt hat – Aktuelles zu Open Access, FAIR Data und Digitalisierung

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Access und FAIR Data oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat geben wir Ihnen an dieser Stelle eine Zusammenfassung der Themen, die uns besonders bewegt haben. Im Juni waren das neben einigen internen Meldungen unter anderem Tweets, die vom Bibliothekartag in Berlin berichteten, oder auch die EU-Urheberrechtsreform.

Webinare zum Thema Open Access und Open Science

Von Cora Fischer (Semesterpraktikantin von der TH Köln; Projektdurchführende) und Jasmin Schmitz (PUBLISSO Publikationsberatung)

 

Seit längerem bieten wir auf PUBLISSO (1) eine tabellarische Übersicht mit Video-Tutorials (2) zu den Beratungsthemen von ZB MED an, beispielsweise Open Access, Open Data und Peer Review . Diese Tabellen werden sukzessive erweitert – unter anderem durch Ergänzungsvorschläge unserer Nutzerinnen und Nutzer.

Viele dieser Vorschläge fielen eher in die Kategorie „Webinar“. Daher haben wir den Entschluss gefasst, unser Informationsangebot zu erweitern mit einer Übersicht von Webinaren zum Thema Open Access und Open Science (3). Ein weiterer Grund für diese Entscheidung: ZB MED möchte in naher Zukunft ein eigenes Webinarangebot aufbauen. Viele dieser Webinare sollen aufgezeichnet und frei zugänglich zur Verfügung gestellt werden. Über die Tabellen ist dies unkompliziert und gut auffindbar möglich.

Die neuen Tabellen enthalten aktuelle Webinare (ab 2015) aus der ganzen Welt, die Themen wie Open Access, Open Data, FAIR Data, Open Science, Creative-Commons-Lizenzen, Open Educational Resources, Repositorien, Altmetrics, Horizon 2020 und Peer Review abdecken. Aufgeführt werden die wichtigsten Informationen zu den einzelnen Webinaren, wie die veröffentlichende Institution, Titel, Sprache, Veröffentlichungsdatum, Länge sowie eine kurze Zusammenfassung des Inhalts. Per Link kann man direkt auf die Aufzeichnungen der Webinare zugreifen. Wer die Webinare oder Teile daraus für eigene Zwecke nachnutzen möchte, findet in der jeweiligen Tabelle Informationen über die Lizenzierung der Präsentationen.

Zunächst haben wir einen Kriterienkatalog erstellt, in dem wir festgelegt haben, welche Anforderungen ein Webinar erfüllen muss, um aufgenommen zu werden. Folgende Kriterien haben sich als sinnvoll erwiesen:

  • Thematik des Webinars passt zu den Themen Open Access, Open Data, Open Science, usw.
  • Eindeutige Deklaration des Videos als Webinar: Hier zählt nicht nur der Titel, sondern auch, ob zu Beginn der Aufzeichnung darauf hingewiesen wird, dass es sich um ein Webinar handelt. Podcasts, Vorträge oder Workshops werden nicht berücksichtigt.
  • Angemessene Qualität: Kurze Tonaussetzer oder -schwankungen sind nicht entscheidend; dauerhafte Asynchronität zwischen Ton und Bild und lange Tonlücken sind ein Ausschlusskriterium.
  • Sprache: Deutsch oder Englisch, da dies die Beratungssprachen von ZB MED sind. Ebenfalls werden Webinare berücksichtigt, wenn die Folien auf Englisch verfasst sind und auch ohne Vortrag nachvollziehbar sind.
  • Veröffentlichung ab dem Jahr 2015: Aufgrund der Fortschritte und Veränderungen beim Thema Open Science sind mehr als drei Jahre eine zu lange Zeitspanne.

Tabellen mit ausgewählten Webinaren zu Open Access, Open Data, FAIR Data, Open Science, Creative-Commons-Lizenzen, Open Educational Resources, Repositorien, Altmetrics, Horizon 2020 und Peer Review auf PUBLISSO.

Anhand dieses Kriterienkataloges haben wir anschließend in diversen Quellen wie YouTube, Foster, European Data Portal, vimeo, COAR, GODAN und vielen anderen recherchiert. Die Suchbegriffe lauteten Open Access, FAIR Data, Open Science, Open Data, Horizon 2020, Altmetrics, Forschungsdatenmanagement, Creative-Commons-Lizenzen, sowie andere verwandte Begriffe auf Deutsch und Englisch stets in Verbindung mit dem Suchwort „Webinar“. Die Ergebnisse haben wir gesichtet, die Daten erfasst und die Webinare über eine stichwortartige Beschreibung erschlossen und anschließend den Tabellen hinzugefügt.

Unsere Webinar-Tabellen werden laufend aktualisiert mit neuen, interessanten Beiträgen. Daher freuen wir uns über Ihre Ergänzungsvorschläge, die Sie unter publikationsberatung@zbmed.de einreichen können.

Viel Spaß beim Stöbern!


(1) PUBLISSO
(2) Ausgewählte Video-Tutorials zu Open Access und Open Data – Tabellen auf PUBLISSO
(3) Ausgewählte Webinare – Tabellen auf PUBLISSO

Marketing wie in Hollywood – Storytelling bei ZB MED mit der klassischen Heldenreise

LIVIVO, das ZB MED-Suchportal für die Lebenswissenschaften, ist 2015 online gegangen. In der Folge war es die Aufgabe des Marketings, das Portal bekannt zu machen und die Nutzung zu steigern. Wir haben dazu eine crossmediale Storytelling-Kampagne aufgesetzt (1). Dabei haben wir uns am Konzept der Heldenreise orientiert, das auch in vielen Hollywood-Filmklassikern angewendet wird, wie zum Beispiel bei den Star-Wars-Trilogien.

„A story can put your whole brain to work!“

Wir haben uns für diesen Storytelling-Ansatz entschieden, weil Geschichten – anders als herkömmliche, rationale Kommunikation, also etwa der Auflistung von Fakten – Aufmerksamkeit durch „Kino im Kopf“ wecken. Sie sind durch Hormonausschüttungen emotional spürbar und werden neurophysiologisch verarbeitet, als seien es eigene Erfahrungen. Dies spricht die Zielgruppe emotional an. Die Geschichte als Projektionsfläche führt zu einer Identifikation, die den Überzeugungsprozess fördert (2).

Erzähl-Workshop als Grundlage

Für unsere Marketing-Kampagne hatten wir uns zum Ziel gesetzt, die potentiellen User von LIVIVO durch charakteristische Erfahrungen in ihrer jeweiligen Arbeitswelt abzuholen – mit den Geschichten von echten Forschenden, Studierenden, Lehrenden, Information Professionals, die LIVIVO schon kannten. Daher haben wir im ersten Schritt VertreterInnen genau dieser Zielgruppen zu einem Workshop eingeladen, damit Sie uns ihre Erfahrungen schildern. Wir haben dort viele interessante und bewegende Geschichten gehört. Drei dieser Geschichten haben wir uns näher angesehen und schließlich für unsere Kampagne verwendet. Dabei ist Werbe- und Informationsmaterial für Print und Online entstanden. Und natürlich auch Videos, in denen die drei ProtagonistInnen ihre eigenen Geschichten erzählen. Diese Videos haben wir auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht:

 

Der Ernährungswissenschaftler Christian erforscht die Ernährung der Rastafari in Jamaica. Er liebt Reggae-Musik.

 

Maria ist gerade erst nach Köln gekommen und hat ein duales Studium im Gesundheitsmanagement aufgenommen.

 

Dzemal promoviert in klinischer Chemie und erforscht die Pathomechanismen von Arthrose; er ist auf der Jagd nach dem richtigen Protein.

Das Konzept der klassischen Heldenreise

Schon die ältesten Mythen der Menschheit erzählen von Helden. Daraus lassen sich Stationen ableiten, die sich in unzähligen Geschichten wiederfinden. Auch unsere Videos folgen diesen Stationen, hier kurz erläutert am Beispiel der Geschichte von Dzemal:

  1. Ruf des Abenteuers – Auftrag, Herausforderung: Dzemal begibt sich auf die Jagd nach Proteinen, um die Arthrose zu erforschen.
  2. Aufbruch ins Unbekannte – Überschreiten erster Grenzen, Hindernisse: Er kommt für sein Master-Studium und die anschließende Promotion aus Montenegro nach Köln.
  3. Weg der Prüfungen – Abenteuer, Irrwege: Er findet die Promotionsstelle und beginnt die Forschungstätigkeit. Viele Versuche klappen zunächst nicht.
  4. Der Schatz – Kraftprobe, Erreichen der Ziele, Belohnung: Mit dem Protein gegen Arthrose will er erfolgreich promovieren. LIVIVO hilft bei der Recherche – und macht ihm Spaß!
  5. Rückkehr – Verteidigung des Errungenen, HeimkehrDzemal möchte in der Heimat an einer Hochschule arbeiten. Ziel ist die Habilitation.

(1) Ulrike Ostrzinski / Elke Roesner: Marketing wie in Hollywood: Storytelling bei ZB MED mit der klassischen Heldenreise. Berlin, 2018.

Marketing wie in Hollywood: Storytelling bei ZB MED mit der klassischen Heldenreise. Poster präsentiert auf dem 107. Deutschen Bibliothekartag, 2018

(2) Petra Sammer: Storytelling. Die Zukunft von PR und Marketing. Köln: O`Reillys, 2014

 

Was uns im Mai bewegt hat – Aktuelles zu Open Access, FAIR Data und Digitalisierung

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Access und FAIR Data oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat geben wir Ihnen an dieser Stelle eine Zusammenfassung der Themen, die uns besonders bewegt haben. Im Mai waren das vor allem zwei interne Meldungen aus ZB MED, denn wir konnten zwei wichtige Leitungspositionen besetzen: Die Wissenschaftliche Leitung mit Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann und die Leitung des Programmbereichs „Bereitstellung von Informationsdiensten“ mit Prof. Dr. Konrad Förstner. Beide Positionen wurden in gemeinsamen Berufungsverfahren mit Kölner Hochschulen besetzt. Daneben war natürlich auch uns die europäische Datenschutzgrundverordnung eine Meldung wert 😉

 

Was uns im April bewegt hat – Aktuelles zu Open Access, FAIR Data und Digitalisierung

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Access und FAIR Data oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat geben wir Ihnen an dieser Stelle eine Zusammenfassung all der Themen, die uns bewegt haben. Ein Schwerpunkt im April war die Academic Book Week vom 23.-28. April.

Handbücher „lebendig“ gestalten: Die „Living Handbooks“ von ZB MED

von Ursula Arning und Jasmin Schmitz

Vom 23. bis 28. April findet die Academic Book Week (1) statt. Wir nehmen dies zum Anlass, um über die Fortschritte der „Living Handbooks“ zu berichten, die auf der PUBLISSO-Publikationsplattform veröffentlicht werden.

Zurzeit laufen vier Buchprojekte auf unserer Plattform. Wir arbeiten dabei mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen, die für den wissenschaftlichen Inhalt zuständig sind:

Die Grundidee der Living Handbooks ist es, die Möglichkeiten, die das digitale Publizieren bietet, konsequent zu nutzen. Hierzu gehört, dass die Kapitel einzeln direkt nach Fertigstellung und Abschluss des Peer-Review-Verfahrens veröffentlicht werden. So wird die Publikationszeit deutlich verkürzt, weil nicht auf die Fertigstellung aller Kapitel gewartet werden muss. Gerade bei Handbüchern ist dies ein entscheidender Vorteil, weil die Autorinnen und Autoren vielbeschäftigte Expertinnen / Experten auf dem Gebiet und über die ganze Welt verteilt sind. Somit kann die komplette Erstellung einige Zeit in Anspruch nehmen.

Zudem erlaubt die digitale Publikation das Einbinden von Multimedia-Inhalten wie Bilder, Videos, Audio-Dateien, Forschungsdaten etc. Dadurch vermitteln die Handbücher anschaulich den wissenschaftlichen Inhalt und können ihn durch die zugrundeliegenden Forschungsdaten untermauern. Gleichzeitig bedient dieses Format auch unterschiedliche Lerntypen. Die Möglichkeit, Kapitel auch einzeln zu veröffentlichen und zu aktualisieren (Versionierung), macht die Bücher „lebendig“ und hält sie aktuell. Langfristig lassen sich über die Versionierung Entwicklungen in einem Fachgebiet nachvollziehen. Die einzelnen Kapitel und Versionen werden dabei mit einem Digital Object Identifier (DOI) versehen, der sie zitierbar und langfristig auffindbar macht.

Die Publikationsumgebung basiert auf dem Content-Management-System DRUPAL, welches für die Living Handbooks an die Erfordernisse eines Publikationsworkflows angepasst wurde.

In den letzten Wochen wurden von der PUBLISSO-Living-Handbooks-Redaktion verstärkt Kapitel im Buch „Urogenital Infections and Inflammations“ eingestellt. Hierzu werden die von den Autorinnen und Autoren gelieferten und durch das Editorial Board bereits begutachteten Artikel final formatiert und gegebenenfalls Verlinkungen zum Beispiel bei den Referenzen nachgepflegt. Fertige Kapitel sind im Inhaltsverzeichnis farblich unterlegt und mit einem Link versehen.

Screenshot des Living Handbooks "Urogenital Infections and Inflammations"

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis des Living Handbooks „Urogenital Infections and Inflammations“

Auch die übrigen Bücher machen Fortschritte, so dass weitere Artikelpublikationen in nächster Zeit zu erwarten sind. Zudem wird die Publikationsplattform im Hinblick auf die Funktionalitäten immer weiter ausgebaut.
Weitere Informationen zu den Living Handbooks: https://www.publisso.de/open-access-publizieren/buecher/


Weitere Informationen zu den Living Handbooks unter www.publisso.de/open-access-publizieren/buecher/


(1) Academic Book Week

Was uns im Februar bewegt hat – Aktuelles zu Open Access, Open Science und Digitalisierung

Auf unserem Twitter-Kanal informieren wir immer wieder über aktuelle Artikel, Blogposts, Podcasts etc., die sich mit Entwicklungen rund um Open Access und Open Science oder allgemein mit der Digitalisierung befassen. Einmal im Monat bekommen Sie in Zukunft an dieser Stelle eine Zusammenfassung all dieser Themen, die uns bewegt haben!

Im Februar ging es unter anderem um Predatory Journals, die digitale Agenda der neuen Bundesregierung und Blockchain.