Informationen in Zeiten von Corona

Coronavirus SARS-CoV-2: Hinweise auf verlässliche Quellen

Von Prof. Dr. Dietrich Rebholz-Schuhmann, Wissenschaftliche Leitung von ZB MED und Elke Roesner, Marketing und Kommunikation

  • Update 31.03.2020

Die Anzahl an wissenschaftlichen Veröffentlichungen rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 und die Erkrankung COVID-19 steigt stetig. Daher sichtet ZB MED frei zugängliche wissenschaftliche Veröffentlichungen und stellt sie auf der Homepage systematisiert zusammen. Die Liste wird regelmäßig aktualisiert.

https://www.zbmed.de/covid-19/publikationen/

Außerdem hat ZB MED eine Reihe von Services aufgebaut, um die Forschung zu unterstützen. Alles dazu finden Sie hier:

https://www.zbmed.de/covid-19/uebersicht/

  • Update 20.03.2020

Frei verfügbarer Content, der speziell für Medizinerinnen und Mediziner und Forschende von Interesse ist:

American Association for the Advancement of Science – neueste Nachrichten und Forschung zu COVID-19: https://bit.ly/2xadgfJ

American Medical Association – Informationen des JAMA Netzwerks über COVID-19: https://bit.ly/2U6vl7G

American Society of Clinical Oncology – Allgemeine Ressourcen und Informationen: https://bit.ly/3a95UHZ

American Society of Nephrology – Ressourcen für ambulante Dialyseeinrichtungen: https://bit.ly/2QwPYHP

American Society for Microbiology – Freier Zugang zu Forschungsartikeln über COVID-19 und Toolkit zur Verbreitung von Informationen: https://bit.ly/2wqwY6R

BioOne und ihre Verleger haben für das Jahr 2020 Artikel zum Thema SARS-CoV-2 über den offenen Zugang verfügbar gemacht: https://bit.ly/2WqgPJo

DUKE Uniiversity Press – Informationen darüber, wie wir die Verbreitung von übertragbaren Krankheiten steuern. Aufgeführte Bücher können bis zum 1.Juni 2020 online gelesen werden, und Zeitschriftenartikel sind bis zum 1.Oktober kostenlos: https://bit.ly/2WuLyFe

Microbiology Society – hat Artikel aus ihrem gesamten Portfolio zusammengestellt und diese Inhalte frei zugänglich gemacht: https://bit.ly/39cfFnH

New England Journal of Medicine – Sammlung von Artikeln und anderen Ressourcen über den Ausbruch des Coronavirus Sars-CoV-2: https://bit.ly/2QygQXP

The Royal Society – Austausch von Forschungsdaten und -ergebnissen, die für den Ausbruch des neuartigen Coronavirus relevant sind: https://bit.ly/2UoedJh

Springer Nature – Fernzugriff auf Inhalte von Springer Nature: https://bit.ly/2QwXN0i

JSTOR und partizipierende Verlage haben zeitlich begrenzt bis zum 30.6.2020 frei verfügbare Inhalte zur Verfügung gestellt: https://about.jstor.org/covid19/

University of Michigan Press hebt die Zugangsbeschränkungen für alle Titel der  University of Michigan Press Ebook Collection (UMP EBC)  ab dem 20.3. bis Ende April auf: https://bit.ly/33Fhuby

Evidenzbasierte Informationen:

Ein Team von Kolleginnen und Kollegen der Universitätsbibliothek Mainz hat evidenzbasierte Informationen zu SARS-CoV-2 zusammengestellt: https://bit.ly/2xMAOrh

Freie Inhalte von Amboss – der Lernplattform für Medizinstudierende:

AMBOSS, die Lernplattform für Medizinstudierende stellt Kapitel zu COVID-19 aus aktuellem Anlass frei zur Verfügung. Es kann auch ohne einen aktiven AMBOSS-Zugang genutzt werden: https://bit.ly/2QufugD

  • Update 19.03.2020

Sammlung von Preprint-Artikeln zu COVID-19

Die täglich wachsende Sammlung aller Artikel zu COVID-19 der Preprint-Server bioRxiv und medRxiv ist hier verfügbar:

https://bit.ly/2TZqoxb

Emerald Publishing unterstützt Forschende bei Veröffentlichung von Forschungsartikeln

Um Forschende dabei zu unterstützen, ihre Forschung weltweit zugänglich zu machen, nutzt Emerald Open Research eine innovative Open-Access-Forschungsplattform, die eine schnelle Veröffentlichung, eine offene Datenpolitik und einen offenen Peer-Review-Prozess unterstützt und hat einen Fond zur Deckung der Publikationskosten eingerichtet.Mehr dazu hier:

https://bit.ly/2TZnfxk

  • Update 18.03.2020

Videos zu COVID-19:

Corona-spezifische freie Videos sind hier zu finden: https://bit.ly/2x8guAg

Lernen von zu Hause – JoVE Education:

Unter dem folgenden Link kann man sich für JoVE Education freischalten lassen. Zielgruppe sind alle, die jetzt zu Hause lernen wollen/müssen (keine SARS-CoV-2-spezifischen Inhalte).

https://bit.ly/3a03f3r

  • Update: 17.03.2020

Artikelsammlung aus dem Portfolio von Mary Ann Liebert:

Die Artikelsammlung enthält wichtige akademische Forschungsarbeiten, die sich mit mit der Fragestellung zu globalen Ausbrüchen wie den des Coronavirus SARS-CoV-2 beschäftigen und ist bis Ende April kostenlos online verfügbar. https://bit.ly/2Qn6lH0

  • Update: 16.03.2020

Literatursammlungen aus dem Bibliotheksbereich:

Bibliothekarinnen und Bibliothekare weltweit haben in einem Dokument derzeit kostenlose von ansonsten lizenzierten Angeboten zu #Covid-19 zusammengestellt.

http://bit.ly/38OGKgk

Blogbeitrag vom 11.03.2020

In diesen Tagen kursieren viele Informationen – aber auch Fehlinformationen – zum Coronavirus SARS-CoV-2 und der dadurch ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Es entstehen Probleme allein dadurch, dass ein Teil der Informationen als widersprüchlich oder sogar als schädlich eingestuft werden müssen, im Gegensatz zu nützlichen Informationen.

Wir bei ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften haben eine medizinische Leitung und weisen hohe klassische bibliothekarische Kernkompetenz im Bereich der Medizin und den Lebenswissenschaften aus: Wir können seriöse Quellen aufzeigen. Wir sind keine ausgewiesenen Expertinnen und Experten für Pandemien.

Daher haben wir eine Reihe nützlicher Links zusammengestellt.

Weltweit registrierte Fälle in Echtzeit:

Zahlen zur Verbreitung des Virus mittels eines interaktiven webbasierten Dashboards – erstellt von der renommierten John Hopkins Universität –, das COVID-19 in Echtzeit trackt, finden Sie hier:

http://bit.ly/3aXnHSw

Der Blick auf die interaktive Karte zeigt auch, dass die Zahlen sich schnell ändern können und als situative Bestandsaufnahmen zu verstehen sind. Die Karte ermöglicht einen faktenbasiert Überblick über die Gesamtlage und die Relation zu anderen Ländern.

Zahlen aus Europa:

Das European Centre for Disease, Prevention and Control liefert tägliche Updates zur Situation in Europa: http://bit.ly/38P2RmJ

80% der infizierten Personen haben einen milden Verlauf der Krankheit, während die Krankheit für 6% kritisch ist: http://bit.ly/39Uk7bv

Zusammenfassung der Verbreitung von COVID-19:

Eine aktuelle Zusammenfassung der tatsächlichen Todesfälle in einem kurzen Überblick seit Ausbruch des Coronavirus findet sich hier:

http://bit.ly/2xC5QlC

Bewertung des Infektionsrisikos: Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts:

Das Robert-Koch-Institut hat Kontaktpersonen, die einen näher definierten Kontakt zu einem bestätigten Fall von COVID-19 hatten, in verschiedene Risikokategorien eingeteilt – von höheres bis geringes Infektionsrisiko – und listet empfohlenen Maßnahmen auf:

http://bit.ly/38VpFl0

Infektionsschutz für alle:

Die Zahlen zu COVID-19 und Influenza zeigen, dass grundsätzlich Infektionen vorgebeugt werden sollte. Nützliche Tipps für Bürgerinnen und Bürger bietet die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung unter: https://www.infektionsschutz.de/

Podcasts zu Corona SARS-CoV-2:

Aktueller Hörtipp: www.leibniz-gemeinschaft.de/tonspur-wissen mit der Folge:

„Corona-Virus – was kann die Wissenschaft tun?“

Die Moderatorin Ursula Weidenfeld spricht mit den Wissenschaftlern Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg und Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS in Bremen. Die Experten erläutern, was die Wissenschaft inzwischen über das neuartige Virus weiß, was die Forschung tun kann, um die Ausbreitung einzudämmen und die Menschen zu schützen, sowie die brennende Frage, wann wir mit einem Impfstoff rechnen können und wie der Weg dahin ist.

Ein tägliches Update zum Coronavirus SARS-CoV-2 und Covid-19 gibt auch Christian Drosten, Leiter der Virologie an der Charité, im Podcast von NDR Info:

https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html

 

Ein Ritt durch die Geschichte Wuppertals

von Joshua Klostermann Auszubildender bei ZB MED als Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste im 2. Ausbildungsjahr

Hinter der alten Fassade versteckt sich mehr als man denkt. Im Gebäude des Stadtarchivs steckt die Kultur und die Geschichte Wuppertals. Auf über mehr als sechs Regalkilometern befinden sich Akten, Bilder und viele andere Archivalien rund um Wuppertal und die umliegenden Orte.

In diesen Blog möchte ich von meinen Erfahrungen in dem Stadtarchiv erzählen und über die Tätigkeiten berichten, die ich dort ausgeführt habe.

Das Stadtarchiv archiviert alles, was sich auf Wuppertal bezieht und bewahrt es für die Nachwelt dauerhaft auf. Auch für Nutzerinnen und Nutzer ist das Archiv zugänglich, um dort zu recherchieren. In der Regel sind es Erbenermittlerinnen und -ermittler, aber es kommen auch manchmal Schülerinnen und Schüler, Studierende und viele andere Interessierte ins Archiv, um etwas für eine Arbeit zu recherchieren. Für die Nutzerinnen und Nutzer hat das Archiv auch einen kleinen Lesesaal. Hier können sie sich über ein Bestellformular unter anderem Geburts-, Heirats-, und Sterberegister bestellen. Manche Nutzerinnen und Nutzer sehen sich auch mal alte Zeitschriften an, die zum Teil verfilmt im Archiv zu finden sind. Die verfilmten Zeitschriften bestehen zum größten Teil aus dem Generalanzeiger und der Wuppertaler Rundschau. Jeden zweiten Mittwoch kommen außerdem Familienforscherinnen und -forscher sowie Erbenermittlerinnen und -ermittler, die dann außerhalb der Öffnungszeiten ebenfalls in den Registern und Urkunden recherchieren.

Mein erster Tag begann mit der Besichtigung des Archivs selbst, das sich über vier Etagen erstreckt. Der größte Bestand ist den Sterbe-, Heirats- und Geburtsurkunden vorbehalten. Um in dieser Masse etwas finden zu können, gibt es zu den meisten Urkunden auch Register. Desweitern befinden sich auch noch Plakate, Bilder und diverse andere Medien in dem Archiv, wie auch die verschiedenen Akten aus den Verwaltungsabteilungen der Stadt Wuppertal.

Die Verzeichnung bzw. die Erfassung dieser Akten gehörte unter anderem zu meinen Aufgaben. Ich habe ausschließlich die Akten aus dem Kulturamt verzeichnet. Bei der Verzeichnung werden alle relevanten Themen aus der Akte in einer Access-Datenbank erfasst.

Wie schon vorher erwähnt gibt es auch Personen, die gerne etwas über ihre Vorfahren erfahren wollen, oder im Auftrag bestimmte Infos zu Personen brauchen. Diese Anfragen bearbeitet die Familienforschung. In der Regel erhalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Briefe oder E-Mails mit den Anfragen. Oft werden die Adressen oder die Geburt-, Heirats- oder Sterbedaten einer oder mehrerer Personen erfragt. Für die Adressrecherche werden verfilmte oder digitalisierte Adressbücher oder Meldekarten benutzt. Die Adressbücher ab 1950 wurden digitalisiert und können am Computer eingesehen werden. Die Jahrgänge davor sind auf Mikrofichen am dazugehörigen Lesegerät einsehbar. Bei den Meldekarten waren alle vorhandenen Jahrgänge auf Mikrofilmen vorhanden. Die Recherche begann man immer mit den Adressbüchern, da man da grobe erste Infos erhalten konnte. Wenn dort nichts zu finden war, nahm man sich die verfilmten Meldekarteien vor. Hier gab es aber das Problem, dass aufgrund der Qualität oft nicht lesbar war, was darauf stand. Daher musste ich auch manchmal an die Originale dran gehen, die ebenfalls im Archiv zu finden waren. Wenn dann aber auch nichts gefunden wurde, bekam der Kunde eine Nachfrage nach weiteren Infos hat, die helfen könnten das Gesuchte zu finden. Aber wenn von Anfang an nur unzureichende Infos vorhanden sind, wird erst gar nicht recherchiert, sondern der Kontakt zum Kunden direkt aufgenommen. Manchmal kam es vor, dass auch Anfragen kamen, die nichts mit der Familienforschung zu tun hatten. Einmal hatte ich zum Beispiel eine Anfrage zu dem so genannten Frontkämpferbund.

Eine andere Aufgabe, die nur das eine Mal gemacht werden musste und sonst nicht zu den üblichen Aufgaben gehört, war das Entsorgen alter Gesetzestexte. Denn diese hatte das Archiv bereits doppelt in seinem Bestand. Und da man sie nicht veräußern konnte, mussten diese leider weggeworfen werden.

Außerdem gab es noch eine eher ungewöhnliche Aufgabe. Aufgrund eines Wasserschadens sind einige der Heiratsurkunden beschädigt worden. Deswegen werden diese nach und nach an eine Restaurationsstätte in Trier gebracht. Bei dem Verpacken der Urkunden habe ich ebenfalls mitgemacht.

Ein Teil des Archives beinhaltet die Zeitgeschichtliche Sammlung. In dieser sind Zeitschriften, Flyer und andere Informationsquellen rund um Ereignisse in Wuppertal enthalten. Die Wuppertaler Rundschau oder Zeitschriften anderer Stadtteile dienen hier unter anderem als Informationsquellen. Aus diesen werden alle interessanten Artikel herausgesucht und wie bei der Verzeichnung der Akten in eine Access-Datenbank eingetragen. Jeder Artikel wird aber nur in einem kleinen Absatz zusammengefasst. Anschließend werden die Zeitschriften und andere Quellen noch anhand einer Liste nach Zahlen sortiert und dann in ihre passenden Kartons in das Magazin gebracht.
Eine andere, sehr interessante Aufgabe war das Bewerten von Akten. Ich habe diese Tätigkeit nur einmal miterlebt, aber allgemein wird dies des Öfteren getan. Wir sind dann zum Wuppertaler Rathaus gefahren, um Akten aus dem Gewerbeamt einzusehen. In dem Fall wurden verfilmte Gewerbeanmeldungen und welche auf Papier bewertet. Am Ende wurde beschlossen, dass diese dann ins Archiv aufgenommen werden, um die Geschichte Wuppertaler Firmen und Geschäfte besser nachvollziehen zu können.
Dem Archiv wurden auch Bauakten übergeben, obwohl diese eigentlich nicht in das Sammelgebiet des Archivs fallen. Aber da diese nun mal im Archivgut sind, müssen sie auch verwaltet werden. Diese wurden aber leider unsortiert und ohne eine vorgegebene Sortierung ins Archiv gebracht und mussten deswegen komplett neu sortiert werden. Einmal habe ich dabei geholfen. Wir haben einen Teil der Akten nach den Namen der Straße sortiert, wo der Bau stattfand. Aber da es mehrere Regale sind, wird dies eine längere Aufgabe sein.

Dies waren die wichtigsten Aufgaben, die ich in den vier Wochen im Archiv ausgeführt habe. Am letzten Tag habe ich noch eine kleine Übungsaufgabe bearbeitet. Ich habe einige Infotexte über die Kurrentschrift erhalten. Dies ist die alte Deutsche Schrift. Da viele der Dokumente in dieser Schrift geschrieben sind, sollte ich mich mal daran probieren einen Brief von Friedrich Engels in unsere Schrift zu übertragen.

Im Allgemeinen konnte ich mir ein gutes Bild davon machen, was die grundlegenden Aufgaben eines FaMIs der Fachrichtung Archiv sind:

  • Akten verzeichnen
  • Akten bewerten
  • Archivgut verwalten
  • Nutzeraufträge bearbeiten
  • Unterstützung im Lesesaal

Hier sollte man noch erwähnen, dass es sich um ein Kommunalarchiv handelt und die Aufgaben in anderen Archivarten entsprechend variieren können. Ich fand die Erfahrung im Archiv sehr interessant und abwechslungsreich. Auch wenn das Verzeichnen der Akten mit der Zeit etwas einseitig wurde, waren die anderen Aufgaben immer sehr interessant.

Wer also Interesse an Geschichte hat, sich für Medien aller Art interessiert, findet hier eine gute Ausbildungsmöglichkeit und ein spannendes Tätigkeitsfeld.