#keepZBMED – Wie es nach Beendigung der Petition weitergeht

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Über 9.500 Menschen haben die Petition #keepZBMED bis zum vergangenen Wochenende unterschrieben. Damit haben wir die 10.000er-Marke zwar knapp verfehlt, aber es ist dennoch eine beeindruckende Zahl. Zuerst einmal: Ganz herzlichen Dank an alle Unterzeichnerinnen / Unterzeichner und natürlich auch an die Initiatoren. Das kann nicht ungehört bleiben!

Die Unterschriften und die zahlreichen Kommentaren haben deutlich gemacht, dass es auch in Zukunft eine Bibliothek geben muss, die die Informationsversorgung in den Lebenswissenschaften deutschlandweit sicherstellt. Die Petition wurde nun beendet, damit sie fristgerecht an die Mitglieder der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) übergeben werden kann. Dies wird Prof. Mumenthaler in den nächsten Tagen erledigen. Dann heißt es abwarten, denn die GWK tagt am 24. Mai und 24. Juni und wird an einem der Termine einen Beschluss zur Zukunft von ZB MED fassen.

Unterschriften sammeln können wir daher nicht mehr. Aber Unterstützerschreiben, offene Briefe und Stellungnahmen an die zuständigen Ministerien oder die GWK sind immer noch möglich. Einige Verbände und Institutionen haben dies bereits getan, wie z.B. das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen – IQWiG (Brief lesen). Aber auch einzelne Kundinnen und Kunden haben Briefe an die zuständigen Geldgeber geschickt, in denen Sie fordern, die Empfehlungen sehr kritisch zu überprüfen und uns als wichtige zentrale Einrichtung zu erhalten. Wenn Sie ZB MED auch auf diese Weise unterstützen wollen, haben wir es Ihnen relativ leicht gemacht 😉 Auf unserer Website haben wir einen Textbaustein angelegt und die Adressen zusammengestellt, an die Unterstützungsschreiben gerichtet werden sollten: zur Website.

Seit unserem letzten Blogbeitrag hat es wieder viel Resonanz gegeben. Wie immer informiert die annotierte Linkliste #keepZBMED von Dörte Böhner auf Bibliothekarisch.de – inzwischen der dritte Teil – aktuell und umfassend 🙂

 

Protest

Bild: ZB MED / Michael Wodak

Wir bei ZB MED haben außerdem eine Fotoaktion ins Leben gerufen, weil wir dem Protest Gesichter geben wollten. Begonnen haben wir mit einem Protestfoto vor unserer Bibliothek in Köln.

 

 

 

 

 

ZB Med, Science Slam, 19. April 2016, Köln

Bild: ZB MED / Michael Wodak

Auch der Science Slam, mit dem wir am 19. April den 1. Geburtstag unseres Suchportals LIVIVO gefeiert haben, stand im Zeichen des Protests (wobei aber auch die Unterhaltung nicht zu kurz kam!).

 

 

 

Und uns haben einige Fotos von Kooperationspartnern sowie Kundinnen und Kunden erreicht, die ihre Solidarität gezeigt haben.

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Das alles gibt uns die Hoffnung, dass wir eine neue Chance bekommen! Seit 1977 gibt es die Bund-Länder-Förderung für Wissenschaftseinrichtungen; die sogenannten „Blaue-Liste-Institute“ sind die Vorgänger-Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. ZB MED war von Anfang an dabei. Auch wenn wir nun wohl aus der Leibniz-Gemeinschaft ausscheiden müssen, geht es hier weiter mit der alltäglichen Arbeit, dem Routinegeschäft, aber auch mit neuen Projekten, wichtigen Kooperationen und zukunftsgerichteten Aufgaben. Wir hoffen darauf, ZB MED als Bibliothek für die Lebenswissenschaften mit dem stiftungsgemäßen Auftrag der überregionalen Literaturversorgung zu erhalten und – auf Basis eines neuen Finanzierungsmodells – neu aufzustellen.

3 Gedanken zu „#keepZBMED – Wie es nach Beendigung der Petition weitergeht

  1. Pingback: Annotierte Linkliste #keepZBMED – Vierter Teil | Bibliothekarisch.de

  2. Die ZB MED ist für alle Mediziner die wissenschaftliche tätig sind unverzichtbar. Eine Schließung der ZB MED ist auch für den Wissenschaftsstandort Deutschland eine erhebliche Belastung und gefährdet den Fortschritt in Medizin und Pharmazie. Man kann nur an die Vernunft und den Weitblick der Entscheidungsträger appelieren. Eine Schließung wäre eine Katastrophe.

  3. Pingback: ZB-MED Schließung: Unterstützung und Engagment für #keepzbmed -

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