Ein Jahr LIVIVO – ein Rückblick

Der 15.04.2015 war für ZB MED ein ganz besonderer Tag. Nach nur 17 Monaten interner Vorarbeit ging das neue ZB MED-Suchportal Lebenswissenschaften online: LIVIVO.

Beta-Logo des ZB MED-Suchportals LIVIVO

Das neue ZB MED-Suchportal Lebenswissenschaften ging am 15.04.2015 als Beta-Version online.

Die Beta-Version des Portals bot bereits alle wichtigen neuen Features: Modernes, responsives Design, interdisziplinäre Recherchemöglichkeiten, verbesserte Nutzerführung, Filterung nach Fachgebieten und Einbindung von Forschungsdaten.

Um dies zu ermöglichen, herrschte in den Monaten vor dem Online-Gang intern Ausnahmezustand! Mehrere Entwicklungen wurden – teils mit externer Unterstützung – parallel realisiert:

  • Namensfindung: Der neue Name LIVIVO stellt den Bezug zum lebenswissenschaftlichen Fächerspektrum her (lat. vivo=ich lebe). Anders als vielfach angenommen, handelt es sich dabei nicht um eine Abkürzung (z.B. steht das LI in LIVIVO nicht für Leibniz-Informationszentrum bzw. Literatur). Das Kunstwort wurde u.a. wegen seiner internationalen Verwendbarkeit als neuer Name ausgewählt; es erzeugt in den meisten europäischen Sprachen positive Assoziationen.
  • Usability: Die Überarbeitung der Nutzerführung der alten Portale MEDPILOT und GREENPILOT bezog die Erkenntnisse aus früheren Usability-Studien und Fokusgruppeninterviews mit ein. Basierend darauf wurde von einer Usability-erfahrenen Medienagentur zwischen April und November 2014 das neue Layout entwickelt und anschließend mit den Portal-Funktionalitäten wie Dokumentbestellung und Nutzerkonto zusammengeführt.
  • Thematische Filter: Zur thematischen Einordnung aller in LIVIVO nachgewiesenen Literatur in die ZB MED-Fachgebiete wurde eine selbstlernende Software eingesetzt, die auch die Deutsche Nationalbibliothek zur Kategorisierung verwendet. Die Anpassung auf ZB MED-Bedürfnisse und die Nachkonfiguration bis zum Erreichen einer zufriedenstellenden Qualität der automatischen Verarbeitung, nahm mehr als sechs Monate in Anspruch.
  • Suchtechnologie: Die Datenquellen aus MEDPILOT und GREENPILOT wurden in einen gemeinsamen Suchindex überführt, die Suchtechnologie ausgetauscht (Wechsel von einer Eigenentwicklung der Firma Averbis zur Open Source Suchmaschine Solr), und die semantische Komponente aktualisiert (vom Morphosaurus zur Averbis Search Platform). Ziel war es neben der interdisziplinären Recherche, eine bessere Treffergenauigkeit (höhere Precision) der Suchergebnisse zu erreichen. Konfigurationen aus MEDPILOT, die über Jahre gewachsen waren, beispielsweise für Boosting, Ranking und spezielle Anforderungen an die Suche, mussten nun von einem System in das andere übertragen werden bzw. komplett neu konfiguriert werden. Die Arbeit an der Beta-Version ab November 2014 war daher von Konfigurationen der Suchmaschine geprägt.
  • Forschungsdaten: Zu den Lebenswissenschaften passende Forschungsdaten der Platform Dryad wurden ausgewählt und Einbindungsmechanismen auf Basis der PubMedID und der DOI entwickelt.
  • English first: Das komplette Suchportal wurde auf Englisch umgestellt, auch die umfangreichen Hilfebereiche.

Klar, dass dann erstmal gefeiert werden musste, als LIVIVO endlich online gehen durfte – mit selbstgebackenem Kuchen, natürlich in LIVIVO-Farben 😉

Foto des Kuchens

Zur internen Feier des Launchs der Beta-Version von LIVIVO im April 2015 gab es leckeren LIVIVO-Kuchen.

In den nächsten sieben Monaten bis zum offiziellen Start von LIVIVO und dem Verlassen der Beta-Version am 10.11.2015 wurde aber nicht weniger hart gearbeitet. Es gab mehr als 250 kleinere und größere Fehler zu beseitigen, sowie 50 Verbesserungsvorschläge und neue Funktionalitäten einzubauen:

  • Behebung von Fehlern im Layout, z.B. für die Einbindung der Coveranzeigen oder für die Browserkompatibilität (Internet Explorer)
  • Optimierung der Bedienbarkeit des Responsive Designs für kleinere mobile Endgeräte
  • Einbindung aller Link-Resolver aus MEDPILOT/GREENPILOT, sowie mehr als 20 neue für LIVIVO
  • Umstellung der Literaturagenten MEDPILOT/GREENPILOT auf LIVIVO
  • Umstellung des kompletten Portals von http auf https
  • Aktivierung von Schnittstellen für Literaturverwaltungsprogramme wie Citavi, z.B. CoinS-Schnittstelle
  • Einbindung weiterer Datenquellen, z.B. aus BASE
  • Neue Features, z.B. Permalink, Suchhistorie mit mehr Funktionen

Mehr als 500 Rückmeldungen, Kooperationsanfragen und Verbesserungsvorschläge haben uns in dieser Zeit erreicht und erreichen uns heute noch. Sie fließen direkt in die Weiterentwicklung von LIVIVO ein.

Aber wir warten nicht nur darauf, dass uns Nutzerfeedback erreicht. Erst kürzlich haben wir eine Umfrage bezüglich der Ausgestaltung von Webinaren für LIVIVO durchgeführt, auf deren Basis nun ein entsprechendes Angebot entwickelt wird. Und wir testen aktiv weiter die Usability des neuen Portals. Noch während der Beta-Phase haben wir Forschende und Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler zu einer Usability-Studie eingeladen, um LIVIVO zu bewerten: Es gab durchweg positive Rückmeldungen und hilfreiche Anregungen für die Weiterentwicklung. Viele der Anregungen konnten wir bereits umsetzen, so wurden z.B. Icons ausgetauscht, die Bedienung der Suchfilter verbessert und Recherchemöglichkeiten für Forschungsdaten implementiert.

Hintergrundinformationen zur LIVIVO-Usability-Studie 2015:
ZB MED-Pressemitteilung
Einblick in den Ablauf der Usability-Studie und deren Ergebnisse im Blog der TH Köln

Das Verlassen der Beta-Version haben wir am 10.11.2015 beim LIVIVO-Launch mit einem großen Festakt gefeiert.

Foto mit Beteiligten an der Feier

Das LIVIVO-Team beim offiziellen Start des neuen ZB MED-Suchportals LIVIVO am 10.11.2015

Danach sind wir mit voller Kraft in die die Weiterentwicklung eingestiegen: Neue Lizenzmodelle zur überregionalen Nutzung von lokal lizenzierten Inhalten wie E-Books sind integriert worden und das interne Sessionhandling wurde umgestellt, wodurch LIVIVO noch bequemer zu bedienen ist. Intern arbeiten wir an der Entwicklung neuer Features für LIVIVO, wie der Visualisierung von Ergebnissen oder der Weiterentwicklung der semantischen Verarbeitung und der eingebundenen Thesauri. Außerdem laufen Vorbereitungen für die nächsten Usability-Untersuchungen.

In einem Jahr ist viel passiert. Wir finden, der erste Geburtstag von LIVIVO ist wieder ein Grund zum Feiern! Daher veranstalten wir am 19.04.2016 bei ZB MED in Köln einen ganzen Tag mit Informationen, Schulungen und einem Science Slam zum Thema LIVIVO.

Details zum LIVIVO-Tag auf unserer Website
Anmeldeformular zur LIVIVO-Schulung (PDF)

Kommen Sie vorbei und feiern Sie mit uns 🙂

Wie geht es weiter

Seitdem uns die Nachricht erreicht hat, dass die Leibniz-Gemeinschaft ZB MED kritisch bewertet hat und den Stopp der Förderung empfiehlt, war bei uns vor Ort in Köln und Bonn ziemlich viel Aufruhr zu spüren. Wir begrüßen es sehr, dass sich so viele Menschen und Organisationen bereits für uns eingesetzt haben und werden nicht aufhören, zu hoffen und dafür zu kämpfen, dass es mit ZB MED weitergehen wird.

Aus diesem Grund ist es aber umso wichtiger, jetzt nicht mit unseren angefangenen Projekten – an erster Stelle der Weiterentwicklung von LIVIVO und PUBLISSO –aufzuhören, sondern mit vollem Elan weiterzumachen und dafür zu sorgen, dass unsere Services und Dienstleistungen noch besser werden. Aus diesem Grund werden wir an dieser Stelle, auf unserer Website, auf unseren Social-Media-Kanälen langsam wieder dazu übergehen, den Ausnahmezustand zu beenden und auch etwas aus unserem täglichen Geschäft zu kommunizieren. Wir werden Sie aber natürlich weiterhin über den Fortgang des Verfahrens informieren und Werbung für die Unterzeichnung der gestarteten Petition, die inzwischen bereits 1.688 Unterstützerinnen und Unterstützer hat, machen.

Zur Petition

Aber jetzt geht es erst einmal weiter: Zum Beispiel mit dem ZB MED Science Slam am 19. April, mit dem wir trotz allem den ersten Geburtstag unseres Suchportals LIVIVO feiern werden (Informationen zum Science Slam).

Petition zum Erhalt von ZB MED

Gerne möchten wir an dieser Stelle auch auf die Petition aufmerksam machen, die Rudolf Mumenthaler gestartet hat. Sie richtet sich an die GWK (Gemeinsame Wissenschaftskonferenz) und fordert diese auf, dem Votum des Senats der Leibniz-Gemeinschaft nicht zu folgen (Zur Pressemitteilung der Leibniz-Gemeinschaft)

Wir können jede Unterschrift gebrauchen und freuen uns sehr über die Unterstützung. Und natürlich ein ganz herzliches Dankeschön an die Initiatoren!

Zur Petition

Vielen Dank für die Unterstützung

Etwas Zeit liegt zwischen heute und der Nachricht, dass die Leibniz-Gemeinschaft das Ende der Förderung von ZB MED empfiehlt. Wir möchten diese Stelle nutzen, um uns für die zahlreichen Reaktionen aus der Community zu bedanken, die in den letzten Tagen über Twitter, Facebook, verschiedene Blogs, per E-Mail etc. bei uns eingetroffen sind. Besonders freuen wir uns darüber, dass sich so viele Menschen für den Erhalt von ZB MED aussprechen. Es tut gut zu wissen, dass wir nicht alleine sind.

Leibniz will ZB MED schließenAm Freitag (18.3.) teilte die Leibniz-Gemeinschaft im Zuge der regelmäßigen Evaluierung…

Posted by Manfred Ronzheimer on Sonntag, 20. März 2016

Wir haben hier mal zusammengefasst, welche Blogs, Medien etc. sich inzwischen mit dem Thema Schließung von ZB MED beschäftigt haben:

Password Online: ZB MED wird abgewickelt – Der mittlerweile weit fortgeschrittene Abbruch der Fachinformationseinrichtungen setzt sich fort

Password Online: ZB MED Abwicklung – das negative Echo in einer Zusammenfassung (1)

Medinfo: ZB Med Köln vor dem Aus: Abwicklung bis 2019

Infobib: ZB MED: Was meinte die Bewertungsgruppe, was will der Senat?

Infobib: Leibniz-Gemeinschaft empfiehlt Beendung der ZB-MED-Förderung

Bibliothekarisch.de: Annotierte Linkliste #keepZBMED

Netbib Weblog: ZB MED in Frage gestellt

Zweigbibliothek Medizin in Münster: Leibniz-Gemeinschaft empfiehlt Beendung der Förderung der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin

VÖBBLOG: Muss ZB MED abgewickelt werden?

Pressemitteilung des VDB: VDB sieht Empfehlung des Senats der WGL zur Förderung der ZB MED mit großer Sorge

Inzwischen wurde auch eine Petition gegen die Schließung von ZB MED gestartet.

Text und Blog: Petition gegen die Schließung der ZB MED

Wir planen nun auch unsere nächsten Schritte. Sobald wir mehr wissen, werden wir Sie an dieser Stelle darüber informieren. In diesem Sinne: #keepzbmed

Beitrag aktualisiert am 23.3.2016

Schwarzer Tag für ZB MED

Kurzmitteilung

Jetzt ist unser Blog gerade einmal ein paar Tage alt und schon gibt es schlechte Neuigkeiten für uns. Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat Bund und Ländern empfohlen, ZB MED nicht weiter zu fördern. Wir haben dazu gerade eine Pressemitteilung herausgegeben. Was das für uns und unsere Services bedeutet, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen, wir werden Sie aber darüber auch hier im Blog auf dem Laufenden halten.

Was kosten Publikationsleistungen?: Erhebliche Spannbreiten bei Publikationsgebühren von Open- Access-Zeitschriften

von Jasmin Schmitz

Vor einiger Zeit wurden wir auf eine Excel-Tabelle auf der Plattform Figshare aufmerksam, die Publikationsgebühren (engl. article processing charge, kurz: APC) und Journal Impact Factors (JIF) von mehr als 2.600 originären Open-Access- sowie Hybrid-Zeitschriften darstellt. Die Daten liegen einem Blog-Beitrag des Verlages Frontiers zugrunde, der im letzten Jahr veröffentlicht wurde. Während der Blogbeitrag nur bedingt lesenswert ist, da er insbesondere auf Eigenwerbung abzielt, ist eine nähere Beschäftigung mit der Tabelle auf Figshare lohnenswert.

Sie bietet einen Überblick über die Publikationsgebühren von Gold Open-Access- und hybriden Zeitschriften zahlreicher Verlage. Hybride Zeitschriften sind solche, die in erster Linie als Subskriptionszeitschriften vertrieben werden, bei denen aber die Möglichkeit besteht, durch die Zahlung von Publikationsgebühren einzelne Artikel „freizukaufen“ und diese Open Access zu stellen. Zu beachten ist allerdings, dass die Liste der Verlage nicht vollständig ist. Hier eine Zusammenfassung der Daten zu den Publikationsgebühren der Tabelle auf Figshare. Es wurden die durchschnittliche APC und der Median je genannter Verlag berechnet sowie die jeweils höchsten und niedrigsten Publikationsgebühren extrahiert.

Tabelle 1: Übersicht Publikationsgebühren unterschiedlicher Verlage. Quelle: Rocha da Silva (2016): https://dx.doi.org/10.6084/m9.figshare.2060592.v1, teilweise eigene Berechnungen

Tabelle 1: Übersicht Publikationsgebühren unterschiedlicher Verlage. Quelle: Rocha da Silva (2016): https://dx.doi.org/10.6084/m9.figshare.2060592.v1, teilweise eigene Berechnungen

Es wird deutlich, wie die Preise von Zeitschrift zu Zeitschrift auch innerhalb eines Verlages variieren können (siehe Tabelle 1 in diesem Beitrag); lediglich Frontiers und die hybriden Zeitschriften von Springer verlangen einheitliche Gebühren. Zudem wird ersichtlich, dass die hier aufgeführten zwei Verlage für ihre hybriden Zeitschriften deutlich höhere Publikationsgebühren verlangen als für originäre Open-Access-Zeitschriften. Zu beachten ist allerdings, dass die gezahlten Publikationsgebühren durch Mitgliedschaftsmodelle, Nachlässe für bestimmte Gruppen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler o.ä. von den genannten Zahlen abweichen können. Die OpenAPC-Initiative sammelt gezahlte Publikationsgebühren von wissenschaftlichen Einrichtungen und wertet diese aus.

In diesem Zusammenhang ist auch erwähnenswert, dass laut Angaben im Directory of Open Access Journals (DOAJ) eine deutliche Mehrheit der Zeitschriften keine Publikationsgebühren erheben, sondern sich anderweitig finanzieren.

Tabelle mit der Anzahl der im DOAJ gelisteten Zeitschriften mit und ohne Publikationsgebühren

Abbildung: Anzahl der im DOAJ gelisteten Zeitschriften mit und ohne Publikationsgebühren: https://doaj.org/search (Stand 29.02.2016)

In Anbetracht der Tatsache, dass die Publikationsgebühren von 525-5.000 USD schwanken, stellt sich die Frage, was Publikationsleistungen tatsächlich kosten. Anders gefragt: Welche zusätzlichen Leistungen erhalten Autorinnen und Autoren bei Zeitschriften, in denen eine Publikation mehr als 3.000 USD kostet, gegenüber einem Journal, was deutlich weniger verlangt? Die Autorinnen und Autoren des Frontiers Blog argumentieren, dass Zeitschriften mit einem JIF über 6 tendenziell höhere Gebühren verlangen (zwischen 2.000-4.000 USD). Allerdings gibt es auch Verlage, die für Zeitschriften mit einem deutlich niedrigeren Journal Impact Factor Gebühren in dieser Größenordnung berechnen (siehe Tabelle 2 in diesem Beitrag). Somit können höhere Preise nicht damit begründet werden, dass mehr Aufwand betrieben wird, um den Impact einer Zeitschrift zu erhöhen, was ohnehin nur bedingt möglich ist.

Tabelle mit Übersicht der Spannbreite von Publikationsgebühren und JIFs unterschiedlicher Verlage

Tabelle 2: Übersicht Spannbreite Publikationsgebühren und JIFs unterschiedlicher Verlage. Quelle: Rocha da Silva (2016): https://dx.doi.org/10.6084/m9.figshare.2060592.v1

Allerdings lässt sich mit der von Frontiers erstellten Tabelle das Argument einiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entkräften, sie könnten nicht Open Access publizieren, weil sie darauf angewiesen seien, in einer Zeitschrift mit Journal Impact Factor zu veröffentlichen. Die Tabelle zeigt, dass es mittlerweile viele Open-Access-Zeitschriften gibt, die über einen JIF verfügen, wenngleich die „Dichte“ je nach Fachgebiet variiert. Insgesamt finden sich hier mehr als 2.000 Zeitschriftentitel mit einem JIF größer/gleich 1. Die Listung in den Journal Citations Reports (JCR) zeigt zudem, dass es sich nicht um Nischen-Zeitschriften handelt, die nur wenig rezipiert werden.

 

Quellen:

Rocha da Silva, Pascal (2016): Article Processing Charges Open Access could save global research_data_20160104.xlsx. figshare. https://dx.doi.org/10.6084/m9.figshare.2060592.v1 (zuletzt abgerufen am 29.02.2016)

Frontiers Communications (2015): Article Processing Charges: Open Access could save global research. Frontiers Blog, 24.12.2015 (zuletzt abgerufen am 29.02.2016)

Warum wir bloggen

Blogs – sind die nicht schon wieder out? Es gibt unzählige Blogs – zum Essen, zum Trinken, zum Reisen, über Bibliotheken, über Politik, über Open Access und und und. Und jetzt kommt noch einer dazu: der ZB MED-Blog. Da fragen Sie sich vielleicht: Warum denn das jetzt?

Logo der ZB MED

Wir haben gründlich darüber nachgedacht, ob wir von ZB MED auch anfangen sollten, zu bloggen. Immerhin sind wir nicht die erste Bibliothek, die bloggt. Öffentliche Bibliotheken bloggen für ihre Kundinnen und Kunden, wieder andere Blogs richten sich an Partnerbibliotheken und Bibliothekarinnen und Bibliothekare.

In den letzten Jahren hat sich bei ZB MED einiges geändert. 2014 sind wir von der Deutschen Zentralbibliothek für Medizin zur Stiftung ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften geworden. Dadurch hat sich auch unsere Ausrichtung geändert. Von der Bibliothek sind wir zu einem Informationszentrum geworden, dessen Services weit über die einer Bibliothek hinausgehen. Mit PUBLISSO bieten wir ein umfassendes Open-Access-Publikationsportal an. Unsere Suchportale MEDPILOT und GREENPILOT sind in LIVIVO, dem neuen Suchportal für die Lebenswissenschaften aufgegangen. Denn wir sind nicht nur für Medizin zuständig, sondern eben auch für weitere Bereiche der Lebenswissenschaften, nämlich für Gesundheitswesen, Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften. Und unser Ziel ist es, die Forschenden und Studierenden in diesen Wissenschaftsgebieten umfassend zu unterstützen – von der Recherche bis zur Publikation.

Diese neue Ausrichtung von ZB MED möchten wir Ihnen natürlich auch besser zeigen. Auch daher haben wir uns entschieden, diesen Blog einzurichten. Hier werden wir ab jetzt ausführlich über unsere Arbeit berichten. Zum Beispiel über PUBLISSO, über LIVIVO, aber auch über die Arbeit unserer neuen Abteilung für Forschung und Entwicklung. Dadurch möchten wir Ihnen zeigen, welche neuen Services wir Ihnen anbieten können. Weitere Themen für unseren Blog sind natürlich Open Access, der Wissenschaftsbetrieb, das Bibliothekswesen und alles, was damit zu tun hat. Schauen Sie doch ab und an mal hier vorbei.